Las vidas posibles
Eine Frau bricht auf, ihren Mann zu suchen, der für einen Arbeitsauftrag als Geologe nach Patagonien gereist und dort nie angekommen ist. Sie findet ihn - oder ist der, den sie findet, ein anderer? Wen suchen wir, wenn wir einen anderen suchen? Carla, die Frau, steht verloren in der faszinierenden Landschaft Patagoniens, verunsichert durch das, was sie erfahren hat, berührt durch das, was sie sieht und erlebt. Ein Film, der die Beziehungen auslotet und das, was sie antreibt.
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Carla und Luciano sind ein glückliches Paar – zufrieden und in Liebe verbunden. Eines Morgens bricht Luciano, der Geologe ist, zu einem neuen Arbeitsort auf, um dann nichts mehr von sich hören zu lassen. Seine Frau beginnt sich ernsthaft zu sorgen und macht sich auf die Suche nach ihm an dem Ort in Patagonien, wo er ursprünglich hinwollte. Dort begegnet sie Luis, der Luciano zum Verwechseln ähnlich sieht, aber Immobilienmakler und mit einer anderen Frau verheiratet ist. Carla ist überzeugt, dass er ihr Mann ist, und lässt nichts unversucht, sich ihm anzunähern. Er erweckt nicht den Anschein, sie zu kennen. Die junge Frau versteift sich immer mehr auf den Gedanken, dass es sich bei dem Unbekannten um ihren Angetrauten handelt. Ist dies ihr Ende als Paar – oder der Beginn einer neuen Geschichte?
Las vidas posibles lässt bewusst Antworten offen: Wo ist der Mann, den seine Frau so verzweifelt sucht? Lebt er noch? Wer ist dieser Fremde, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, aber mit einer anderen verheiratet ist und so tut, als hätte er sie noch nie gesehen? Der Film lässt verschiedene Interpretationen als plausibel erscheinen. Gedreht in Patagonien, alterniert "Las vidas posibles" Aufnahmen der riesigen kühlen Ebenen, welche die Einsamkeit Carlas widerspiegeln, mit Innenszenen, deren enger Rahmen die Schauspieler einschliesst. Die Hauptdarsteller Germán Palacios und Ana Celentano ziehen die ZuschauerInnen in Bann, während eine akkurate Tonspur die eisige Atmosphäre im Film noch intensiviert – ebenso wie das Mysterium rund um die Geschehnisse, die aus der Sicht Carlas verfolgt werden. So erleben wir mit, wie Carla – in der Hoffnung und dem innigen Wunsch, den Geliebten wiederzufinden – zunehmend die Realität aus den Augen verliert.
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Spieldaten
Luzern: 21. August - 3. September Thusis: 9. November
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