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Generationenwechsel

17.09.2019

Meret Ruggle übernimmt die Leitung von trigon-film

trigon-film engagiert sich seit 31 Jahren für herausragende Filme aus Süd und Ost. Jetzt steht ein Generationenwechsel an. Der Stiftungsrat hat am 16. September Meret Ruggle mit der Übernahme der Leitung ab 2020 betraut. Mit der Wahl der 31-jährigen Filmwissenschaftlerin unterstreicht er den Wunsch nach Weiterentwicklung im digitalen Wandel, mit der internen Kandidatin aber auch den Wunsch nach Kontinuität.

In drei Jahrzehnten hat trigon-film mehr als 650 Filme aus 99 Ländern im Kino herausgebracht und die meisten in der DVD-Edition veröffentlicht. Viele Filme sind inzwischen auch auf der hauseigenen Streaming-Plattform filmingo zu sehen. Seit 1999 führt der Filmpublizist Walter Ruggle den Filmverlag und hat ihm das heutige Profil gegeben. Er wird sich im Lauf des Jahres 2020 aus dem operativen Geschäft zurückziehen und trigon-film in beratender und schreibender Funktion weiterhin zur Verfügung stehen.

Auf der Basis einer öffentlichen Ausschreibung hat sich der Stiftungsrat in seiner Herbstsitzung für eine interne Kandidatin entschieden und die heutige Kommunikationsverantwortliche Meret Ruggle als neue Leiterin gewählt. Sie studierte kulturelle und soziale Anthropologie sowie Filmwissenschaft in Zürich und Paris und hat in Genf mit Schwerpunkt «Internationale Beziehungen» zum Thema «Sustainable Development» den Master of Arts in Development Studies erlangt. Bereits vor ihrer Festanstellung 2016 hatte sie als Übersetzerin für Französisch, Spanisch und Englisch gewirkt und die sozialen Medien betreut. 2018/19 hat Meret Ruggle die VoD-Plattform filmingo.ch entwickelt und im Frühjahr 19 erfolgreich lanciert. Vor ihrer Tätigkeit für trigon-film hat sie während drei Jahren für eine international tätige humanitäre Organisation zunächst an deren Hauptsitz in Genf, später im Länderbüro in Wien im Kommunikationsteam gearbeitet. Anschliessend war sie am Aufbau einer unabhängigen kulturellen Förder-Plattform beteiligt.

Gemäss Martin Fässler, dem Präsidenten von trigon-film, war es wichtig, jemanden zu finden, der Filmwissen und entwicklungspolitisches Bewusstsein zusammenbringt, denn «trigon-film ist eine landesweit und international respektierte und geschätzte Institution, die mit Sorgfalt und Sachkenntnis in die Zukunft geführt werden muss. trigon-film soll ein sicherer Wert bleiben auf der Weltkarte des Kinos und ein verlässlicher Partner im Inland wie auch international.» Das Filmschaffen aus Lateinamerika, Asien, Afrika und dem östlichen Europa war und bleibt das Kernanliegen, dem sich auch Meret Ruggle verpflichtet fühlt: «Ich bin überzeugt, dass trigon-film eine enorm wichtige Vermittlungsarbeit leistet, besonders im heutigen gesellschaftlichen und politischen Umfeld. Eine der Herausforderungen für unser Team wird es sein, dafür zu sorgen, dass die Filme langfristig verfügbar bleiben und vermehrt auch ein junges Publikum ansprechen können. Dazu brauchen wir Kreativität und Flexibilität.»