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Rafiki-Darstellerin gewinnt am Fespaco

03.03.2019

Samantha Mugatsia gewinnt den Preis für die Beste Schauspielerin am wichtigsten afrikanischen Festival

Wir gratulieren Samantha Mugatsia ganz herzlich: Die Schauspielerin von Rafiki wurde dieses Wochenende am FESPACO (Festival panafricain du cinéma et de la télévision de Ouagadougou) mit dem Preis für die beste Darstellerin ausgezeichnet. Damit zeichnet die Jury des ältesten und wichtigsten afrikanischen Filmfestivals eine Schauspielerin aus, die eine homosexuelle junge Frau verkörpert. Keine Selbstverständlichkeit, ist doch Homosexualität in Afrika noch immer in 38 Ländern verboten und Rafiki erst infolge einer gerichtlichen Klage durch die Regisseurin eine Woche im eigenen Land zu sehen gewesen - und seitdem wieder verboten.

Doch es ist gerade Kenia, wo dieses Jahr Hoffnung auf eine zumindest gesetzliche Verbesserung der Lage besteht: Hier geht der Oberste Gerichtshof derzeit über die Bücher, um eine "Entkriminalisierung" (!) der Homosexualität zu überprüfen. 2016 wurde eine Petition eingereicht, welche die in der Verfassung festgeschriebenen Antihomosexualitätsgesetze in Frage stellt, die lange erwartete Entscheidung hätte im Februar fallen sollen. Weil aber von beiden Seiten so viel Dokumentation eingereicht wurde, musste der Entscheid verschoben werden. «Die Dokumente stapeln sich bis über meinen Kopf. Wir arbeiten noch daran.» verkündete Richter Chacha Mwita.

Rafiki hat mit dazu beigetragen, im In- und Ausland die Diskussion anzukurbeln. Der Film ist weiterhin in diversen Kinos der Deutschschweiz zu sehen.

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