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Sissako ausgezeichnet

29.09.2021

Der Konrad-Wolf-Preis 2021 geht nach Mauretanien

Der Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste geht in diesem Jahr an den mauretanischen Filmemacher Abderrahmane Sissako (Bamako). Die Akademie teilte mit, es werde einer der wichtigsten Filmemacher aus Subsahara-Afrika geehrt. Aus der Jurybegründung: „Seine Filme entlassen ihre ZuschauerInnen verändert aus dem Kino. Sie benutzen alle Register cinematografischen Könnens und wollen etwas bewegen: uns. Unsere Blickrichtung, unsere Aufmerksamkeit, unsere Sinne werden aufs Schönste, auf Schärfste herausgefordert.“ Die Filme Sissakos zeichneten sich dadurch aus, dass sie keine Grenzen akzeptierten. Sissako sei ein Pionier geblieben, der sich für jeden Film als Regisseur neu erfinde. Abderrahmane Sissako wurde 1961 in Mauretanien geboren und wuchs in Mali auf. Er studierte Regie in Moskau und lebt seit Anfang der 1990er Jahre in Paris. Im Film Bamako zeigt er anhand eines fiktiven Gerichtsprozesses, in dem die Bevölkerung Afrikas Organisationen wie die Weltbank und den IWF anklagt, wie Armut systematisch befördert wird. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis soll am 5. Oktober in Berlin verliehen werden. Er ist nach dem Regisseur und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR, Konrad Wolf, benannt. 

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