Lost Land

In der Hoffnung, ihre verstreute Familie wiederzufinden, verlassen die neunjährige Somira und ihr vierjähriger Bruder Shafi mitten in der Nacht ein Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise nach Malaysia. Der erste in der Sprache der Rohingya und ausschliesslich von Rohingya gespielte Spielfilm betrachtet das Drama ihrer Vertreibung aus den Augen der Kinder.

Somira und Shafi spielen Verstecken, lachen, rennen – für einen Moment sind sie einfach Kinder. Doch hinter ihnen werden Taschen gepackt. «Was soll mit, was muss bleiben?», fragt der Grossvater seinen Enkel in Malaysia am Handy. Wenig später treten die Geschwister mit ihrer Tante und drei Plastiksäcken hinaus in die stockdunkle Nacht. Am Zaun des Kutupalong-Camps zwängen sie sich mit anderen durch ein Loch im Draht – der erste Schritt in eine ungewisse Zukunft.

Von der Andamanensee bis in den malaysischen Dschungel begegnen die Geschwister den unterschiedlichsten Menschen und Herausforderungen. Akio Fujimoto erzählt ihre Reise ins glitzernde Kuala Lumpur in 28 Tagen, unterteilt in Kapitel, die jeweils eine neue, anders gefärbte Etappe einleiten. Die Odyssee, auf die er uns mitnimmt, steht nicht nur für das konkrete Beispiel einer Flucht, die auf wahren Berichten basiert, sondern auch als Metapher für die Situation eines Volkes, ja vieler Völker. Dank der Unschuld der Blicke und Spiele der Kinder verwandelt seine flüssige und sinnliche Inszenierung die Tragödie in eine Ode an die Solidarität. Ein seltenes Werk über ein Volk in der Schwebe.

Festivals & Auszeichnungen

Venice Film Festival, Orizzonti, 2025: Special Jury Prize
Asia Pacific Screen Awards
Pingyao International Film Festival
Red Sea International Film Festival:
Golden Yusr for Best Feature Film
FIFDH – International Film Festival and Forum on Human Rights 2026: International Competition
Human Rights Film Festival Zurich: Closing Film

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Credits

Originaltitel
HarĂ  Watan
Titel
Lost Land
Regie
Akio Fujimoto
Land
Myanmar, Birma
Jahr
2025
Drehbuch
Akio Fujimoto
Montage
Akio Fujimoto
Musik
Ernst Reijseger
Kamera
Yoshio Kitagawa
Ton
Youki Yaei, Xavier Thieulin
KostĂĽme
Jessie Yeow
Ausstattung
Tam Khalid
Produktion
E.x.N K.K. (Kazutaka Watanabe), Panorama Films (Angèle de Lorme), Elom Initiatives (Sujauddin Karimuddin), Cinemata (Elise Shick), Scarlet Visions (Christian Jilka)
Formate
DCP, Blu-Ray
Länge
99 Min.
Sprache
Rohingya/d/f
Schauspieler:innen
Shomira Rias Uddin (Somira), Shofik Rias Uddin (Shafi)

Im Kino

ZĂĽrich

1. April 2026
18:10
Riffraff 1

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Veranstalter/Veranstalterin

Pressestimmen

«Le film capte l’essentiel, la capacité de survie, portée par la grande sœur, ou aidée par quelques-unes des personnes rencontrées.» Abus de ciné

«Il faut saluer la part du chef opérateur Yoshio Kitagawa dans la réussite de Lost Land. Après avoir superbement rendu le monde naturel dans le discrètement hallucinant Le mal n’existe pas, de Ryusuke Hamaguchi, il use ici de la mobilité de la caméra et du grain judicieusement choisi pour l’image.» Cineuropa

«Fujimoto brings us into their world with harrowing intimacy, demanding that we not just witness but feel.» Next Best Picture

«The choice of child protagonists not only adds to Lost Land’s emotional heft but also brings home the extra level of uncertainty and confusion felt by youngsters across the globe forced to make these sorts of dangerous odysseys in hope of safe haven.» Eye for Film

«Die Rohingya Sprache verleiht den Protagonist:innen Handlungsmacht und unterstreicht ihre kulturelle Identität. Ethisch wachsam und formal konsequent.» moviebreak

«Lost Land emerges as an accomplished work, balancing raw authenticity with moments of visual artistry. Informative as well as emotionally devastating, it stands as another testament to Fujimoto’s directorial talent.» Asian Movie Pulse