This is not a Burial, it's a Resurrection

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This is not a Burial, it's a Resurrection

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In Nazareth in der malerischen Berglandschaft Lesothos erfahren die Leute, dass ein Stausee entstehen soll und alle umsiedeln müssen. Die Einzige, die sich vehement dagegen wehrt, ist die alte Witwe Mantoa, die mit ihrem Leben abgeschlossen hat und sich eigentlich den Tod herbeisehnt. Aber: Sie will wie ihre Vorfahren in dieser Erde begraben werden und beschwört die althergebrachten Werte der Basotho. Sie gewinnt dadurch neue Lebenskraft und entfacht den kollektiven Geist des Widerstands in der Dorfgemeinde.

Es ist nicht alltäglich, dass wir einen Film aus Lesotho im normalen Kinoprogramm zu sehen bekommen, ja ich vermute, es dürfte der erste sein, der in der Schweiz herauskommt. Auch sein Titel ist nicht alltäglich: «This is not a burial, it’s a resurrection». Er beschreibt die Wiedergeburt der alten Mantoa, ihre Auferstehung angesichts des notwendig gewordenen Widerstands gegen die Tatsache, dass ihr die ewige Ruhe am Ort ihres Lebens genommen werden soll. Ihre Heimat und der Boden ihrer Familie und der Vorfahren sollen unter Wasser gesetzt werden, weil es die Regierung so will und die Konzerne, die damit Geld verdienen. Mehr Geld als all die Menschen hier es je hatten oder haben werden. Lemohang Jeremiah Mosese weiss, wovon er erzählt in seinem ersten Spielfilm. Und er weiss, woher er kommt. Sein Film hat einen ausgesprochen beschaulichen Rhythmus wie das Leben im Tal von Nazareth; der Name des Ortes ist eine biblische Referenz. Mitunter hat man das Gefühl, ein Gemälde zu betrachten von einem grossen flämischen Meister, der biblische und mythologische Szenen auf Leinwand bannte. Aber Mosese ist ein Künstler, der aus dem Süden kommt, und seine Figuren sind Basotho. Sie sind verwurzelt in dieser fruchtbaren Erde, zuhause zwischen grünen Hügeln und verankert in lokalen Traditionen. Das Gesicht Mantoas scheint sich der Landschaft angeglichen zu haben, hat im Lauf eines langen Lebens die Hügel und Täler angenommen: Es ist eine Landschaft für sich, und der Filmemacher bewegt sich auch in ihr. Die Frau hat das Leben hinter sich, sie kennt die tragischen Momente wie jenen, den Tod des eigenen Sohnes zu betrauern, aber eines hat sie nicht verloren: Den Willen zur Selbstbestimmung. Davon erzählt und Lemohang Jeremiah Mosese in eindrücklichen Tableaus, bewusst im alten Kinoformat aufgenommen.
Walter Ruggle

Bonus:

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Originaltitel This is not a Burial, it's a Resurrection
Deutscher Titel This is not a Burial, it's a Resurrection
Französischer Titel L' Indomptable feu du printemps
Andere Titel This is not a Burial, it's a Resurrection
RegisseurIn Lemohang Jeremiah Mosese
Land Lesotho
Kinoformate DCP
Drehbuch Lemohang Jeremiah Mosese
Montage Lemohang Jeremiah Mosese
Musik Yu Miyashita
Kamera Pierre de Villiers
Ton Daniel Caleb, Colin Daniel
Ausstattung Leila Walter
Kostüme Nao Serati
Produktion Cait Pansegrouw, Elias Ribeiro
Länge 120 Min.
Sprache Sesotho/d + f
SchauspielerInnen
Makhaola Ndebele Priest
Jerry Mofokeng Wa Makhetha Lesiba Player
Mary Twala Mhlongo Mantoa
Tseko Monaheng Chief Khotso
Siphiwe Nzima-Ntskhe Pono
Thabiso Makoto Lasaro
Thabo Letsie Mokolobetsi
Silas Taunyane Monyatsi Morui
Auszeichnungen

Sundance 2020
Special Jury Prize for Visionary Filmmaking

Academy Awards 2021
Lesothos nomination for the Oscar

Portland International Film Festival 2020
Future/Future Grand Prize

MOOOV International Film Festival 2020
Canvas Jury Prize for Best Film

Taipei International Film Festival 2020
Grand Jury Prize

Hong Kong International Film Festival 2020
Firebird Award Winner of Young Cinema Competition (World)
Best Actress
FIPRESCI Prize

Santiago International Film Festival 2020
Best Director
Special Mention for Acting

Durban International Film Festival 2020
Best Director
Best Actress
Special Mention for Artistic Bravery

Athens International Film Festival 2020
Golden Athena Award
Europa Film Festivals Award

Reykjavík International Film Festival 2020
Golden Puffin

Haifa International Film Festival 2020
Carmel Competition Winner

CinemAfrica 2020
Best Narrative Film

Hamptons International Film Festival 2020
Narrative Competition Winner

Festival du Nouveau Cinema 2020
Best Interpretation Award to Mary Twala Mhlongo

La Roche-sur-Yon International Film Festival 2020
Nouvelles Vagues Acuitis Award Winner

Montclair Film Festival 2020
Jury Prize for Cinematography

Lemohang Jeremiah Mosese zum Bildformat: «Weil es so schön ist, besteht der Fluch von Dreharbeiten in Afrika darin, dass man sich selbst in die Schublade der Schönheit stecken kann. Ich will nicht, dass die Unterhaltung zu diesem Film sich auf Schönheit beschränkt. Deshalb habe ich das Bildformat 4:3 gewählt, denn sonst wäre der Film viel zu schön und das würde die Geschichte überschatten.»

«Ein aussergewöhnlicher Spielfilm wie aus einer anderen Welt erreicht uns aus dem kleinen Binnenkönigreich Lesotho im südlichen Afrika.» The Guardian

«L’indomptable feu du printemps.» Africultures

«The director handles the cinematic language precisely, lavishly reveals a quality close to that of Greek tragedy, and meticulously deploys strong sense of ritual and style for the realistic issues about land justice and forced demolition and relocation.» Variety

«Although This Is Not a Burial is inspired by similar historical and topical realities, the film unfolds like a surrealist fable, with fragmented editing; arch, myth-infused dialogue; and an unearthly soundtrack composed by Japanese noise musician, Yu Miyashita.» Filmcomment

«La nécessité de cette mosaïque d’images ne se dévoile que si l’on écoute la force des éléments, que l’on ressent les harmonies naturelles autant que la déconnexion entre la beauté des paysages et la pauvreté des humains, que l’on regarde le ciel omniprésent et que l’on met le rationnel de côté pour accueillir l’incertitude.» Olivier Barlet


Lemohang Jeremiah Mosese à props du cadrage: «La malédiction du tournage en Afrique, parce que c'est tellement beau, c'est que vous pouvez finir par vous cataloguer dans la beauté. Je ne veux pas que la conversation se limite dans la beauté. C'est pourquoi j'ai choisi le cadre 4:3, car sinon le film serait trop beau et cela éclipserait l'histoire.»


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Im Kino

  • Aarau: ab 24. Juni
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  • Basel, Bildrausch: 17. bis 20. Juni
  • Bern: ab 24. Juni
  • Luzern: ab 24. Juni
  • Winterthur: ab 24. Juni
  • Zürich: ab 24. Juni