The Man Who Copied - O homem que copiava

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Le second long-métrage du réalisateur brésilien Jorge Furtado est une comédie qui joue sur le mélange des genres, de la romance amoureuse au film noir, de la fiction au film d'animation. Variation légère sur la notion de répétition et la problématique de l'original et de la copie (le film est lui-même truffé de citations), il reflète avec humour l'aspect superficiel et fragmentaire du savoir à l'heure du zapping, l'Internet et du « copier-coller ».

Ce conte doux-amer aux multiples facettes met en scène quatre représentants d'une génération sans perspectives, dont l'ambition est de gagner un maximum d'argent le plus rapidement possible. André n'a aucun diplôme en poche. Il vit avec sa mère dans un quartier populaire de Porto Alegre et gagne (mal) sa vie comme opérateur de photocopieuse dans une papeterie. Le travail n'est pas très compliqué : « Marche, arrêt, marche, arrêt », mettre le papier, choisir le nombre de copies, refermer le volet, presser le bouton. Chaque jour ressemble au précédent. Pendant son temps libre, il croque sa vie sous forme de bandes dessinées, et surtout observe à la jumelle sa voisine Silvia qui habite l'immeuble d'en face avec son père, travaille dans une boutique de lingerie et suit des cours du soir. Sans illusions quant à ses chances de la séduire avec son maigre salaire, il rêve de faire fortune. Sa collègue Marinês, toute en décolletés plongeants et pantalons moulants, attend quant à elle l'homme de sa vie, qui doit être riche, cela va sans dire. Elle fait la connaissance de Cardoso, timide employé se prétendant antiquaire, qui tombe amoureux d'elle et se lie d'amitié avec André.

Ce qui débute comme une double histoire d'amour vire à mi-parcours au film de gangsters, lorsque André découvre que les billets de banque peuvent, eux aussi, être reproduits. Alors l'histoire se met à bouillonner, à déborder du cadre. Semblables aux bribes de savoir qu'André glane au hasard des documents qu'il reproduit - de Shakespeare à Georges Perec -, les épisodes fragmentés du récit s'assemblent à la manière d'un collage qui préservera le suspense jusqu'à la fin.

Festivals & prix

Havanna Filmfestival 2003: Bester Hauptdarsteller / San José Filmfestival 2004: Maverick Spirit Award / Miami Filmfestival 2004: Bestes Drehbuch / Kerala Filmfestival: Silver Crow Pheasant / Vereinigung der Filmkritik, Rio de Janeiro 2003: Bester Film

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Fiche technique

Titre originalThe Man Who Copied - O homem que copiava
TitreThe Man Who Copied - O homem que copiava
RĂ©alisationJorge Furtado
PaysBrésil
Année2003
ScénarioJorge Furtado
MontageGiba Assis Brasil
MusiqueLeo Henkin
ImageAlex Sernambi
SonCristiano Scherrer
CostumesRosangela Cortinhas
DĂ©corsFiapo Barth
ProductionCasa de Cinema de Porto Alegre / Columbia Tristar / Globofilmes
Formats35mm, DVD
Durée123 min.
LanguePortugiesisch/d/f
InterprètesLázaro Ramos, Leandra Leal, Luana Piovani, Pedro Cardoso

Fiche technique

Titre originalThe Man Who Copied - O homem que copiava
TitreThe Man Who Copied - O homem que copiava
RĂ©alisationJorge Furtado
PaysBrésil
Année2003
ScénarioJorge Furtado
MontageGiba Assis Brasil
MusiqueLeo Henkin
ImageAlex Sernambi
SonCristiano Scherrer
CostumesRosangela Cortinhas
DĂ©corsFiapo Barth
ProductionCasa de Cinema de Porto Alegre / Columbia Tristar / Globofilmes
Formats35mm, DVD
Durée123 min.
LanguePortugiesisch/d/f
InterprètesLázaro Ramos, Leandra Leal, Luana Piovani, Pedro Cardoso

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Date(s) de projection Projection(s)
Organisation

Revue de presse

«The Man Who Copied» ist klug, vergnüglich und berührend.»
The Guardian

«Jede Figur im Film gewinnt unsere Sympathie und Anerkennung. Die Handlung hält genug Wendungen bereit, um die Spannung aufrecht zu erhalten, ohne die Glaubwürdigkeit zu strapazieren. Kurz gesagt, die Geschichte ist ein Juwel und wunderschön erzählt.»
InternetReviews

«Wir wissen, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, dass es kein richtiges Leben gibt im falschen und dass Banknoten nichts weiter sind als bedrucktes Papier, von dem die Leute glauben, es habe einen gewissen Wert. Und wir wissen auch, dass das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit seinen Charakter entscheidend verändert hat. Man könnte versucht sein, die Komplexität von «O homem que copiava» darauf zu reduzieren. Es entstünde der Eindruck eines Films, der aus einigen marxistischen Versatzstücken zusammengebastelt sei – ein Lehrstück in Politökonomie. Doch weit gefehlt. Es langweile ihn, dass aus Brasilien fast nur jene Filme nach Europa gelangen, die Elend und Gewalt reflektieren, sagte der Regisseur und Drehbuchautor Jorge Furtado letzten September in San Sebastián, an einem jener zahlreichen Filmfestivals, wo «O homem que copiava» ausgezeichnet wurde. In der Tat kommt der zweite Spielfilm des 1959 in Porto Alegre geborenen Cineasten praktisch ohne die Ingredienzen aus, die so viele Filme aus dem grössten Land Südamerikas kennzeichnen... Einfälle dienen Furtado dazu, collagenhaft Elemente von Comics, Archivaufnahmen oder Schwarzweissfotografien in die Story einzubringen. Diese gerät von jenem Moment an, da André zum erfolgreichen Banknoten-Kopisten wird, mehr und mehr zu einem parodistischen Mix aus Actionthriller, romantischer Komödie und Telenovela, wobei beiläufig Kunst- und Filmgeschichte zitiert werden. So verlässt man nach zwei äusserst vergnüglichen Stunden diese Achterbahn mit einem angenehmen Schwindelgefühl.»
NZZ

«Regisseur und Drehbuchautor Furtado hat einen ungemein verspielten Film gemacht, der virtuos im Rhythmus eines schnellen Sambas mit allerhand Zitaten und Klischees spielt. Dabei reicht die Palette
der Anspielungen von Hitchcocks «Rear Window» bis zu Shakespeare, so dass der Filmtitel durchwegs auch als Beschrieb für Furtados Arbeitsmethode gelten kann. Gleichwohl verkommt das Spiel mit Intertexten nicht zum Selbstzweck. Hinter dem virtuosen Mix aus Gaunerkomödie, Thriller-Klischees und liebevoller Romanze verbirgt sich ein zwar lakonischer, aber durchaus ernsthafter Blick auf die Realitäten brasilianischer Armut. Es ist diese Kombination aus Schalkhaftigkeit und aufrichtigem Interesse an seinen Figuren, die diesen Film so überzeugend macht.»
Independent Pictures

«The Man Who Copied», zu dessen Farbigkeit schillernde Nebenfiguren beitragen, ist jugendliches Kino aus Südamerika, wo man aus dem, was man hat, das Beste macht – das Bessere aber nie aus dem Blick verliert. Furtado spielt mit der Realität und einer Wunschwirklichkeit; das gefakte Geld wird zur Metapher.»
Zisch-Magazin

«Diese Liebesgeschichte wandelt sich zur Diebesgeschichte als der Angestellte eines Fotokopiergeschäftes aus Zuneigung zu einer Frau in seinem Laden Banknoten vervielfältigt. Der Erfolg, der ihm damit beschieden ist, macht aus dem Schlitzohr einen richtigen Gangster. Dies in einem humorvollen Film von Jorge Furtado, der darin die verschiedensten Formen von Kopie und Veränderung geschickt einflicht.»
Blue banana

«O homem que copiava beweist auf höchst vergnügliche Art und Weise, dass auch aus dem quantitativ eher unbedeutenden Filmland Brasilien grosse kleine Filme kommen können. Seine fragmentierte Bildung hat André von den Texten, die er kopieren muss. Er kommt dabei mit unterschiedlichsten Werken von Shakespeare bis Keith Haring in Kontakt. Dieses Halbwissen wird bisweilen filmtechnisch atemberaubend umgesetzt, wenn Furtado beispielsweise die Splitscreentechnik originell und unerwartet einsetzt. «O homem que copiava» kommt dem Lebensgefühl der Zapper-Generation schon sehr nahe, ohne dafür auf epileptisches Schnittgewitter à la MTV oder Oliver Stone zu setzen. Denn André beweist auch Ausdauer, sei es im Verfolgen seiner Pläne oder im Nachdenken, was die von ihm gelesenen (und im Film vorgetragenen) Zitate für sein Leben bedeuten könnten. Für einmal stehen weniger Zitierspiele eines Tarantino oder (am anderen Ende des Spektrums) Godard im Vordergrund, sondern die Verarbeitung von Wissen, das uns im Alltag umgibt, dessen Zusammenhänge wir aber nicht immer richtig herzustellen vermögen. Natürlich fehlen da auch filmhistorische Referenzen nicht, wenn man beispielsweise beim Thema Voyeurismus unweigerlich an Hitchcock denken muss. Gerade die animierten Passagen zeugen jedoch von viel Eigenständigkeit. Dass der Mix aus verschiedenen Techniken nie zum Sammelsurium verkommt, liegt nicht zuletzt auch an der eindringlichen Tonspur, die fast dauernd durch Musik präsent ist und den Zuschauer in die Gefühlswelt des Protagonisten zieht....Letztlich ist o homem que copiava eine Komödie, die auch in groteskeren Szenen die leisen Töne nicht vernachlässigt. Dabei kommt Jorge Furtado offenbar zu Gute, dass er sich nach eigenen Angaben sehr mit André identifiziert. Ausserdem kann er auf ein Ensemble von wunderbaren Schauspielern mit frischen Gesichtern zurückgreifen. Empfehlenswert.»
Plebs-Magazin

«Geld spielt eine Hauptrolle in diesem rasanten Filmexperiment, das sich gängigen Genres entzieht und ein modernes, eigenwilliges brasilianisches Kino dokumentiert.»
Filmfest Hamburg

«Der magnetisierend junge Lázaro Ramos verkörpert seine Titelrolle mit Verve und Humor.»
Variety

«Furtado benutzt die unterschiedlichsten Formen, um die Geschichte eines jungen Voyeurs zu erzählen, der unsterblich in seine Nachbarin verliebt ist ... ein exzellenter Film, unterhaltsam und unvorhersehbar.»
Adoro Cinema

«Jorge Furtados Film ist eine erfreuliche Mischung aus Komödie, Drama, Romanze, Krimi und (!) Animation. Dieser rasante, unterhaltsame Film wartet mit ebenso Unerwartetem wie Vertrautem auf und porträtiert eine faszinierende, komplexe Welt aus Liebe und Sehnsucht»
SFstation