Regisseur/in

Boris Lojkine

2 Filme im Verleih

1969 geboren, lehrte Boris Lojkine Philosophie an der Aix-Marseille Université, bevor er zum Film kam. Nach dem Abschied vom Universitätsleben ging er nach Vietnam, wo er zuvor schon einmal gelebt und dessen Sprache er gelernt hatte. Davon inspiriert, realisierte er zunächst zwei Dokumentarfilme Ceux qui restent (2001) und Les Âmes errantes (2005), die beide von der unmöglichen Trauer der Vietnamesinnen und Vietnamesen erzählen, deren Leben vom Krieg durchkreuzt wurden. Letzteren bekamen in Vietnam 15 bis 20 Millionen Zuschauer zu sehen, als der Sender VTV1 ihn am 24. Juli 2006 ausstrahlte. Mit Hope (2014), seinem ersten Spielfilm, wechselte Lojkine die Kontinente und tauchte in das Leben der MigrantInnen ein. In Manier eines Dokumentarfilms zeichnete er ihre Reise nach Europa nach, indem er die LaiendarstellerInnen genau an jenen Orten filmten, durch die ihre Reise geführt hatte. An der Internationalen Kritikerwoche erhielt Lojkine dafür den SACD-Preis und später Dutzende Auszeichnungen an internationalen Festivals (darunter zwei Valois am Festival du film francophone d'Angoulême FFA). Sein zweiter Spielfilm Camille (2019) feierte in Locarno Weltpremiere und gewann dort den Publikumspreis.

Filmographie

2019 CAMILLE
2014 HOPE
2005 LES ÂMES ERRANTES
2004 LES CHANTIERS DE LA COOPÉRATION
2001 CEUX QUI RESTENT

Camille (Flyer)

Camille (2019)

Die junge Fotojournalistin Camille Lepage reist voller Idealismus nach Zentralafrika, um in Bildern über den Bürgerkrieg zu berichten. Was sie dort zu sehen bekommt, verändert ihr Leben. Würdevoll erzählt Boris Lojkine die wahre Geschichte einer jungen Frau, die mit seltener Intensität lebt, die Welt wahrnimmt und verzweifelt die Konflikte und Dramen von Schwarzafrika ins Bewusstsein zu rücken versucht, welche der Westen nur zu gerne ausblendet. Weiter

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Im Kino:

  • filmingo.ch: jetzt
Hope (Flyer)

Hope (2014)

Tief in der Sahara schlägt sich Léonard mit einer Gruppe Flüchtlinge aus Kamerun Richtung Europa durch. Hope, eine junge Nigerianerin, schliesst sich dem Treck an. Obwohl sie nicht dieselbe Sprache sprechen, entsteht zwischen ihr und Léonard eine immer engere Verbindung. Er schützt sie vor Übergriffen durch die Männer und Banden, denen sie auf ihrem Weg begegnen. Weiter