Ceddo
Im vorkolonialen Senegal nimmt ein zum Islam konvertierter König einen ehrgeizigen Imam auf. Die animistischen Ceddo verweigern die Bekehrung und entführen die Prinzessin. Ein Religionskrieg entbrennt, verschärft durch Abhängigkeit, Katholizismus und Sklaverei und begleitet von den Rhythmen Manu Dibangos.
Der 1977 geschriebene und gedrehte Spielfilm «Ceddo» ist und bleibt Sembènes Meisterwerk, das seine globale Vision des «zeitgenössischen Menschen, der die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet» versinnbildlicht. Mit einerkomplexen Erzählung bietet «Ceddo» Einblick in verschiedene Aspekte afrikanischer Religionen. Um seinen ehrgeizigsten und thematisch brisantesten Film zu finanzieren, nahm Ousmane Sembène eine Hypothek auf sein Haus auf und lieh sich Geld von Freunden und Verwandten. Der 1976 fertiggestellte Film wurde in Senegal sofort zensiert. Als Grund für das Verbot wird oft die kritische Auseinandersetzung mit dem Islam vermutet.
Festivals & Auszeichnungen
Cannes Film Festival 1977: Director's Fortnight
Berlinale Film Festival 1977: Forum







