DJ Ahmet
Der 15-jährige Ahmet lebt in einem abgelegenen Dorf mit seinem Vater und dem kleinen Bruder. Als er eines Nachts auf eine illegale Techno-Party im Wald stösst, wird sein Leben plötzlich farbig. Er ist fasziniert von der Musik sowie von der gleichaltrigen, rebellischen Aya. Gemeinsam planen sie einen gewagten Auftritt beim Dorffest, der Aya vor einer arrangierten Ehe bewahren soll. Zwischen Schafmist, Traktor-Boxen und Dorfgeschwätz entfaltet sich eine charmante Geschichte über Tradition, erste Liebe und die befreiende Kraft der Musik.
Der junge Ahmet gehört zur türkischen Minderheit der Yörük und lebt mit seinem Vater und seinem kleinen Bruder Naim, der seit dem Tod ihrer Mutter in Schweigen versunken ist, in einem abgelegenen Dorf in Nordmazedonien. Während der von Trauer gezeichnete Vater sein Geld für einen Heiler ausgibt, um Naim wieder zum Sprechen zu bringen, muss Ahmet die Schafe hüten. Sein Alltag wird von Traditionen und einem strengen Patriarchat bestimmt, bis er die junge Aya kennenlernt: Kürzlich aus dem Ausland zurückgekehrt, soll sie nun mit einem ihr unbekannten Mann eine arrangierte Ehe eingehen. Doch Aya tanzt gegen die Traditionen. Um ihr bei den Proben für das Dorffest zu helfen, springt Ahmet kurzerhand mit seinem Traktor als DJ ein. Eine feine Liebesgeschichte entspinnt sich.
Zwischen entflohenen Schafen, einem von der Technologie überforderten Imam und einem improvisierten DJ-Traktor entfaltet Georgi M. Unkovski in seinem ersten Spielfilm einen zarten und perfekt dosierten Humor, der von burlesken Situationen und zutiefst liebenswerten Figuren geprägt ist. Dank einer Inszenierung, die Naturalismus und Traumhaftigkeit verbindet, und einer farbenprächtigen Fotografie, die Landschaften und traditionelle Kostüme zur Geltung bringt, fängt der mazedonische Filmemacher den Konflikt zwischen Moderne und Tradition pointiert ein und zeichnet das Bild einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft. DJ Ahmet, der beim Sundance Film Festival vom Publikum zurecht als Lieblingsfilm gekürt wurde, besticht durch Fantasie, menschliche Wärme und Witz. Eine mitreissende Komödie über die Emanzipation der Jugend.
Festivals & Auszeichnungen
Sundance 2025: Special Jury Award & Audience Award
Cannes Écrans Juniors: Grand Prix
Sarajevo Film Festival
Seattle International Film Festival: Special Jury Prize – New Directors Competition
Seville European Film Festival: Audience Award
FIFF – Fribourg International Film Festival 2026: Audience Award

Credits
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Hirte mit Taktgefühl
Eigentlich müsste Ahmet die Schafe hüten, doch viel lieber möchte er DJ sein. Die Träume des Teenagers prallen auf die raue Realität in einem kleinen Dorf in Nordmazedonien.
Pressestimmen
«Ein Film, der das Leben feiert, die Musik und die Rebellion.» Die Wochenzeitung, Nina Hurni
«Un amour qui défie les traditions dans un crowdpleaser entraînant qui a le cœur sur la main.» OutNow, Roland Meier
«Der Charme von Georgi Unkovskis erstem Langspielfilm liegt in seinen Kontrasten, im Umstand, dass da einiges nicht zusammenpassen darf – aber möchte.» Sennhausers Filmblog, Michael Sennhauser
«Gegensätze sind es, die diesen Film besonders machen: nah und fern, laut und leise, Drama und Humor, Farbigkeit und Monochromie.» Saiten, Daria Frick
«Unkovski fand erstklassige Laien für die Rollen; allen voran Arif Jakub als kraushaariger Ahmet, Dora Akan Zlatanova als Aya und Agush Agushev als Naim [...] DJ Ahmet ist genau so frei von volkstümelndem Kitsch wie von arrogant-doktrinärem Fortschrittsglauben.» Radio 1, Wolfram Knorr
«Eine Emanzipationsgeschichte zwischen kargem Realismus und knalligen Traumbildern.» kultur-tipp, Hans Jürg Zinsli
«Der Film besticht mit seinen liebenswerten, humorvoll gezeichneten Charakteren. Die Teenager mischen im traditionellen Dorf die Szene auf. Der Clash ist vorprogrammiert, und das grosse Finale lässt sogar das Minarett erzittern!» Lichtblick, Eva Meienberg
«Ein Film auch über Bruder- und Vaterliebe [...] Ein Film, der bewegt und berührt, wobei die Musik (Tanz) eine unerwartet dramatische Rolle spielt.» Textatur, Rolf Breiner
«So leicht und flüssig inszeniert, dass man sich zurücklehnen und einfach geniessen kann.» Bäckstage, Patrick Holenstein
«Eine humorvolle und kritische Parabel.» Seniorweb, Hanspeter Stalder
«Warmherzige nordmazedonische Tragikomödie um das Spannungsfeld von patriarchalen Traditionen und jugendlicher Sehnsucht nach Selbstbestimmung.» Filmnetz, Walter Gasperi
«Wondrous North Macedonian drama mixes upbeat music, punchy humor and pathos.» Variety
«A crowd-pleasing sweetness and a colourful energy.» Screen International
«The director and DP bathe the film in a golden light.» The Hollywood Reporter
«DJ Ahmet is less about music than it is about rhythm – rhythm as kinship, but also the unspoken dialogue that serves us during unrefined years of youth.» Sight & Sound
«Beautiful landscape cinematography combined with authentic locations immerses you in the world, enhanced by filming effects that blend old and new, enriching the tone and mood.» Film Threat
«Par-delà l’humour et le drame, le film touche à quelque chose d’infiniment profond.» Le Devoir
«Between the blurring brass score and the fist-pumping techno tracks, which crescendo into an explosive ending that appears to rebalance Ahmet’s world, the revolution in DJ Ahmet is thumping.» RogerEbert









