Sin señas particulares

Der mexikanische Teenager Jesús bricht auf in Richtung US-amerikanischer Grenze, nach deren riskanter Überquerung er sich ein besseres Leben verspricht. Jesús verschwindet, seine Mutter macht sich auf die Suche. Mit ihrem beeindruckenden Spielfilmdebüt beweist die Mexikanerin Fernanda Valadez ihr Gespür für ein visuell starkes, emotionales und spannendes Erzählen. Ein Film, der uns packt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.
Magdalena ist eine Mexikanerin mittleren Alters. Mit einer anderen Mutter teilt sie das Schicksal, dass der Sohn aufgebrochen ist, um in den USA ein besseres Leben zu suchen. Die beiden Frauen haben nichts mehr von ihren Kindern gehört, bis die eine erfährt, dass ihr Sohn ums Leben gekommen ist. Magdalena macht sich auf die Reise ihres Jesús, um auch so etwas wie Gewissheit zu erlangen. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, ihn lebend zu finden, auch wenn alles, was sie unterwegs erfährt, diese Hoffnung nicht beflügelt. Sie trifft auf Miguel, einen anderen Jungen, der die Reise angetreten hatte und nun zurückkehrt, um seine Mutter zu finden.

Fernanda Valadez ging von realen Geschichten von verschwundenen Migranten aus, die in ihrer mexikanischen Heimat zum Alltag gehören. Und sie schrieb ein Drehbuch, das uns in eine menschliche Erfahrung mitnehmen sollte. Ihr Ansatz, die den Sohn suchende Mutter und den die Mutter suchenden Sohn zusammenzuführen und gemeinsam die Reise in Regionen anzutreten, die nicht umsonst als Todeszonen bezeichnet werden, macht den Spielfilmerstling «Sin señas particulares» (Ohne besondere Kennzeichen) ungemein stark. Er wurde von einem Frauenteam gestaltet, das ganz bewusst darauf verzichtet, explizite Gewalt zu zeigen. Die so beschriebene Realität wirkt umso stärker. Einen wesentlichen Beitrag zur Ausdruckskraft des Films leistet die Kamerafrau Claudia Becerril: Ihre Aufnahmen, das Schreiben mit der Landschaft, verblüffen immer wieder. Sie schaffen es, das Innere der Figuren und die Verlorenheit zu spiegeln und sichtbar zu machen.
Walter Ruggle

Festivals & Auszeichnungen

Sundance Filmfestival 2020
Audience Award World Cinema Dramatic
Special Jury Award for Best Screenplay

San Sebastián International Film Festival
Horizontes Latinos Award
Spanish Cooperation Award

Morelia
Audience award
Best Actress Award
Best Film
Zurich Film Festival
Goldenes Auge, Bester Film
Torino
Special Jury Prize
Best Actress Award
Molodist International Film Festival
Grand Prix du Jury
Mooov Film Festival
Youth Award
PyeongChang International Peace Film Festival
Grand Jury Prize
Thessaloniki
Golden Alexander: Best Film
Stockholm
Best Debut Award
Best Director Award
Films From The South Festival
New Voices Award
Laceno d’Oro Italy
Audience Award
Gotham Awards
Best International Film

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Credits

OriginaltitelSin señas particulares
TitelSin señas particulares
RegieFernanda Valadez
LandMexiko
Jahr2020
DrehbuchFernanda Valadez, Astrid Rondero
MontageFernanda Valadez, Astrid Rondero, Susan Korda
MusikClarice Jensen
KameraClaudia Becerril Bulos
TonOmar Juárez Espino
KostĂĽme
AusstattungDalia Reyes
ProduktionAstrid Rondero, Fernanda Valadez, Jack Zagha, Yossy Zagha
FormateBlu-ray, DCP
Länge97 Min.
SpracheSpanisch/d/f
Schauspieler:innenMercedes Hernández, David Illescas, Juan Jesús Varela, Ana Laura Rodríguez, Laura Elena Ibarra, Xicotentalt Ulluoa

Credits

OriginaltitelSin señas particulares
TitelSin señas particulares
RegieFernanda Valadez
LandMexiko
Jahr2020
DrehbuchFernanda Valadez, Astrid Rondero
MontageFernanda Valadez, Astrid Rondero, Susan Korda
MusikClarice Jensen
KameraClaudia Becerril Bulos
TonOmar Juárez Espino
KostĂĽme
AusstattungDalia Reyes
ProduktionAstrid Rondero, Fernanda Valadez, Jack Zagha, Yossy Zagha
FormateBlu-ray, DCP
Länge97 Min.
SpracheSpanisch/d/f
Schauspieler:innenMercedes Hernández, David Illescas, Juan Jesús Varela, Ana Laura Rodríguez, Laura Elena Ibarra, Xicotentalt Ulluoa

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VorfĂĽhrdatum VorfĂĽhrung
Veranstalter/Veranstalterin

Pressestimmen

«Fernanda Valadez gibt den Menschen hinter den anonymen Geschichten ein Gesicht. Und das auf eine unaufgeregte Art und Weise.» SRF Kultur, Ann Mayer

«Sin señas particulares ist in seiner Balance aus Emotion und atemloser Spannung einer der beachtlichsten Erstlingsfilme des vergangenen Jahres – und beweist einmal mehr die Vitalität und ungebrochene Kreativität des gegenwärtigen mexikanischen Filmschaffens.» NZZ am Sonntag, Geri Krebs

«Plus qu’un voyage-enquête, Sans signe particulier tient de l’expérience envoûtante, entre anthropologie et mysticisme.» Le Courrier, Bertrand Tappolet

«Lentement, le plan s’élargit. Le naturalisme étouffant s’efface derrière le réalisme magique. On glisse du monde des frères Dardenne à celui de Carlos Reygadas.» Le temps, Antoine Duplan

«Avec une économie des moyens remarquable, Fernanda Valadez installe une tension des plus efficaces. En jouant sur les ombres et les flous, la réalisatrice crée une ambiance inquiétante qui ne desserre jamais l'étau. En parallèle, elle prend le temps de capter les visages des ses protagonistes en plans serrés, comme dans un western de Sergio Leone.» La liberté, Olivier Wyser

«A la faveur d'un scénario de grande précision, Fernanda Valadez introduit subtilement plusieurs personnages sur la route de son héroïne (...) avant d'apparier de façon admirable cinéma du réel et fantastique.» Le Nouvelliste, Raphaël Chevalley

«Leise und kraftvoll erzählt, bleibt Sin señas particulares im ganzen Ausmass seiner Tragik nachhaltig im Gedächtnis haften.» Medientipp, Sarah Stutte

«Fernanda Valadez inszeniert das alltägliche Grauen in ihrem Heimatland souverän.» Wochenzeitung, Timo Posselt

«Filme über die Migration Mexiko–USA gibt es viele, doch Sin señas particulares zeigt das, was sich alltäglich jenseits der US-Südgrenze abspielt, in einem neuen Licht. Ein starker Erstling.» NZZ

«Ein Drama mit stillen, aber starken Bildern.» Züritipp, Gregor Schenker

«Fernanda Valadez verdichtet in ihrem Debüt Erfahrungen, die sie seit 2012 gemacht hat, und Recherchen zu einer emotionalen, sehr visuell erzählten Geschichte.» CH Media, Regina Grüter

«Mitreissend erzähltes dramatisches Roadmovie.» Cineman, Björn Schneider

«Berührendes Portrait einer Mutter, die nach ihrem Sohn sucht.» Radio 3fach, Gina Dellagiacoma und Ramon Juchli

«Dichtes, visuell starkes Drama.» outnow, Christoph Reiser

«Ein altes, trauriges Thema, für das die Regisseurin aber neue Bilder findet.» Bieler Tagblatt, Dominic Schmid

«Dieser furchtlose, magische, eindringliche und realitätsnahe Film startet als Reise und führt uns in eine filmische Welt, in der die Monster real sind.» Jury Zurich Film Festival

«Die Zukunft des Kinos: Sie liegt im künstlerischen Eigensinn junger Filmemacherinnen wie der Mexikanerin Fernanda Valadez.» Rex

«Ein bildstarker Mix aus Roadmovie, Frauenporträt und Thriller.» film-netz, Walter Gasperi

«Ein Film, der Gewaltszenen nur schemenhaft andeutet, aber umso stärkere Wirkung erzielt.» Textatur Filmblog, Rolf Breiner

«Ein Thriller voller Menschlichkeit: Der Spielfilm zeichnet sich durch ein meisterhaftes Drehbuch aus, das auf Melodrama und Polarisierung ebenso verzichtet wie auf morbide Selbstgefälligkeit.» RTS, Anne-Laure Gannac

«Der Film wurde von einem reinen Frauenteam gestaltet, das darauf verzichtet, explizite Gewalt zu zeigen. Die so beschriebene Realität wirkt umso stärker. Ein packender Thriller.» WorkWissen

«Sie macht durch die Augen einer Mutter die Kraft der Frauen sichtbar und vermittelt Hoffnung auf die Fähigkeit der Menschen, durch Solidarität und Mitgefühl eine humanere Welt aufzubauen.» Jury San Sebastiàn

«Ein selbstbewusstes, überzeugendes und unverwechselbares Regiedebüt.» Variety

«Ein visionäres Werk von ungemeiner Ausdruckskraft.» Sight & Sound

«In jeder Hinsicht beeindruckend vollendetes Kino.» Screen Daily

«Sin señas particulares speaks through wonderful photography and framing.» Filmexplorer, Giuseppe di Salvatore

«We should be seeing a lot more from Valadez for years to come, and contemporary Mexican cinema will be all the better for it.» The Hollywood Reporter

«A vivid, sun-scorched portrait of a country in crisis.» Film Threat

«Der Film ist sehr viel mehr als engagierte Sozialkritik: ein komplexes Werk mit Stil.» El País