Nahja no mura - Nadjas village

Image de
Dudichi, un petit village perdu dans les immenses plaines boisées de la province de Gomel, en Biélorussie. Arbres en fleurs, rires d'enfants joueurs, labeurs de saison, tout respire la simplicité, la quiétude, l'harmonie avec la Terre-Mère.

Dudichi est pourtant interdit d'accès, tout comme les autres villages à l'entour, vidés de leurs habitants depuis l'explosion, ce matin d'avril 1986, de la centrale nucléaire de Tchernobyl, distante de 200 kilomètres. Aidée par un vent violent, la radioactivité se propagea rapidement et contamina la région entière. Seules six des trois cents familles de Dudichi décidèrent de rester.

Nadia, √Ęg√©e de huit ans, est n√©e apr√®s le d√©sastre. L'√©cole est ferm√©e, en ruine comme tous les autres √©difices publics. Dudichi est son village natal qui vit au rythme des traditions, r√©activ√©es √† la moindre occasion. Les a√ģn√©s, les parents, les jeunes, tous s'entraident pour semer, planter, moissonner et r√©colter. Les caves et les greniers d√©bordent de pommes de terre, de conserves et de vodka faites maison. On se soucie de la jument, tomb√©e amoureuse de l'√©talon du voisin. On danse la polka, on prend son bain au sauna familial. Et si on parle de quitter le village, ce n'est pas pour des raisons de sant√©, mais pour permettre aux enfants d'aller √† l'√©cole. Pour leur avenir.

Festivals & prix

Internationales Forum des Jungen Films, Berlinale 1998
Internationales Festival Nyion, Visions du Réel 1999
artwork

Fiche technique

Titre original
Nahja no mura - Nadjas village
Titre
Nahja no mura - Nadjas village
Réalisation
Seiichi Motohashi
Pays
Belarus
Année
1997
Scénario
Seiichi Motohashi
Montage
Sato Makoto
Musique
Komura Hitoshi
Image
Masafumi Ichinose, Yamada Takenori
Son
Kikuchi Nobuyuki
Production
Kamata Minoru, Sato Yumiko, Kamyia Sadako, Komatsubara Tokio
Formats
35mm
Durée
118 min.
Langue
Japanisch, Russisch/d/f
Interprètes
Ozawa Shoichi (Kommentarstimme), Bewohnerinnen und Bewohner (Dorf Dudichi), Dokumentarfilm - documentaire

Documents

artwork artwork

Voulez-vous montrer ce film?

Merci de remplir ce formulaire.

Date(s) de projection Projection(s)
Organisation

Revue de presse

"Ich hatte mir nie gew√ľnscht, Tschernobyl als Fotograf zu thematisieren, obwohl mich die Ereignisse interessierten. Vom Moment der Katastrophe an f√ľhlte ich mich den Nachrichten aus Tschernobyl hilflos ausgesetzt. Dem Thema und den entmutigenden Nachrichten aus Tschernobyl f√ľhlte ich mich in keiner Weise gewachsen, und so gab ich nie eine klare Antwort auf die Einladungen, dort zu fotografieren.

Im Juni 1991, f√ľnf Jahre nach der Katastrophe, flog ich zum ersten Mal nach Tschernobyl, auf Einladung von Hiroshi Kamata und Takuji Takahashi. Sie hatten nichts dagegen, dass ich nicht fotografieren wollte, meinten, ich solle mich einfach umsehen.

Ich traf auf leuk√§miekranke Kinder und auf solche mit strahlungsbedingten Dr√ľsenerkrankungen in den Spit√§lern von Belarus und Gomel. Ich meinte, dass man sie aus rein menschlichen Gr√ľnden nicht fotografieren sollte. Und als bei meinem Besuch beim einbetonierten Reaktor der Geigerz√§hler heftig ausschlug, war ich erst recht sicher, dass ich nie mehr dahin zur√ľckkehren wollte.

Meine Einstellung änderte sich allerdings ziemlich plötzlich, als ich Tschetschersk besuchte, eine Stadt, 170 Kilometer vom Reaktor entfernt. Ich war tief beeindruckt von der Lebendigkeit der Menschen und aller anderen Lebewesen. Als ich durch die Stadt spazierte, die einmal eine Nuklearzone gewesen war, verwandelten sich die Bilder, die ich von Tschernobyl hatte, in Bilder des Lebens."

Seiichi Motohashi, im Vorwort zu seinem Fotoband

"Die Sch√∂nheit von Belarus ist √ľberw√§ltigend. Man kann die Dorfbewohner verstehen, die fragen: ¬ęWie k√∂nnt ihr von uns verlangen, unsere Heimat zu verlassen, weil sie verstrahlt wurde? Warum lasst ihr uns nicht in Ruhe?¬Ľ Die provokative Kamera macht dem Publikum klar, wie lebensspr√ľhend diese D√∂rfer einst gewesen sein m√ľssen. Und die Menschen sind eindr√ľcklich. Sie sagen wenig, aber ihre Worte klingen nach.
Sato Tadao in: Asahi Shinbun
"Vielleicht h√§tte ich sagen sollen "es ist gef√§hrlich hier", und verschwinden. Aber die Menschen machten mich sprachlos. Kann es denn wirklich das endg√ľltige Schicksal ihres Landes sein, als sch√∂ne Ruine zu enden?"
Seiichi Motohashi