Deus e o Diabo na Terra do Sol
Manuel flieht mit seiner Frau Rosa in den Sertão, nachdem er seinen Oberst attackiert hat. Sie begegnen dem mystischen Sebastião, der einen baldigen Umsturz voraussagt. Der Prophet und seine Gläubigen werden von Antonio das Mortes, dem Helfeshelfer der Grossgrundbesitzer, umgebracht. Manuel und Rosa sind die einzigen Überlebenden und treffen den Rest einer Banditenbande. Ihr Anführer Corisco will den Sertão in Brand stecken. Kraftvoll und unfassbar zugleich, ist das Schlüsselwerk des «Cinema Novo», Deus e o diabo na terra do sol, von volkstümlichen und barocken Traditionen sowie den Einflüssen einer mystischen, gewalttätigen Religiosität geprägt. Die Bewusstwerdung und Infragestellung der sozialen Ungerechtigkeit beschäftigen die Filmemacher, die in diesen bewegten Jahren ihr Handwerk in den Dienst der Unterdrückten stellen. Mit dieser Inszenierung des unaufhörlichen Konflikts zwischen Gott und Teufel führt uns Glauber Rocha die falschen Hoffnungen vor Augen, die religiöse Fanatiker oder machtgierige Revolutionäre dem Volk vorgaukeln, und zeigt uns auf diese Weise die grossen sozialen und kulturellen Auseinandersetzungen der damaligen Zeit.
Festivals & Auszeichnungen
Festival de Cannes 1964: compétition officielle
Festival de Cannes 2022: Prix de la critique internationale
Abraccine Top 100 Brazilian films: 2nd greatest Brazilian film of all time

Credits
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Pressestimmen
«Ce classique galvanise par son baroquisme païen, dont on retrouve quelques traces dans le Bacurau de Kleber Mendonça Filho, possible héritier de Rocha.» Télérama
«A political Western that rages at Brazil's governmental corruption and plutocratic oppression.» The New Yorker
«Mais sans doute fallait-il un cinéma en transe, comme l'est celui de Glauber Rocha, sans doute fallait-il ce baroquisme luxuriant (où l'on reconnaît la trace toujours vivante du vieux romanceiro) pour exprimer la tragédie d'un peuple qui n'a encore connu de l'espérance que ses aspects les plus chimériques.» Le Monde, 1967





