Divine Comedy
Bahram ist ein weltweit gefeierter Filmemacher, doch im Iran darf sein neuer Film nicht gezeigt werden. Gemeinsam mit seiner Produzentin und Partnerin Sadaf will er ihn heimlich unter die Menschen bringen. Auf einer rosaroten Vespa durchqueren sie Teheran und begeben sich auf eine ebenso verspielte wie politische Reise durch eine danteske Unterwelt. Nach seinem pointierten Episodenfilm Terrestrial Verses erzählt Ali Asgari mit subtilem Humor von staatlicher Gängelung, kreativer List – und vom Kino als Akt des Widerstands.
Nachdem Bahrams neuster Film im Ausland Erfolge feierte, ersucht er beim Kulturministerium um eine Aufführungsgenehmigung in der Heimat. Zum wichtigen Gespräch will er seine blauhaarige Produzentin und Partnerin Sadaf nicht dabeihaben, das wäre der Provokation zu viel. Doch auch so bleibt sein Wunsch während des zermürbenden Gesprächs unerhört. Um der staatlichen Enge zu entkommen, suchen Bahram und Sadaf nacheinander einen süffisanten Kinomacher, einen zwielichtigen Schauspielstar und eine wohlhabende Tierschützerin auf, in deren Wohnzimmer die Projektion schliesslich stattfinden soll. Fast schon wähnt er sich am bescheidenen Ziel, doch der Staat schaut mit.
Ali Asgari stattet Bahram und Sadaf auf ihrem brenzligen Läuterungsgang mit unerschütterlicher Geduld aus und entlarvt sanft ein System, das unter dem Gewicht der eigenen Widersprüche in sich zusammenfällt. Statischen Bildkompositionen in Amtsstuben stellt er aufgeweckte Bürger:innen entgegen, die sich gewieft durch alle möglichen Hindernisse schlängeln. Diese Dualität unterstreicht er mit einem Blick auf die Welt des Kinos selbst: Er lässt Figuren als Filmschaffende auftreten, die zwischen Anpassung und Widerstand unterschiedliche Wege wählen und – eine der vielen Selbstspiegelungen des Films – fiktive Versionen ihrer selbst spielen. Gespickt mit filmischen Referenzen von Moretti bis Matrix ist diese Göttliche Komödie ein Akt des subversiven Widerstands und der befreienden Heiterkeit.
Festivals & Auszeichnungen
Venice Film Festival 2025: Orizzonti
Antalya Golden Orange Film Festival: Special Jury Award
Hamburg Film Festival
Göteborg Film Festival 2026
FIFF – Fribourg International Film Festival: Grand Prix

Credits
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Der Unterdrückung ins Gesicht lachen
Ali Asgari inszeniert eine kluge Komödie über die «Conditio humana» im Iran und blickt auf jene Welt, die er am besten kennt: die des Kinos.
Pressestimmen
«On passe d'une salle de cinéma remplie de sièges rouges à une villa kitsch pleine de meubles et de marbre, il y a un bar aux lumières pourpres avec des flammes qui jaillissent du comptoire: Divine Comedy regorge de belles compositions.» Radiovostok, Nicolas
«Couronné du Grand Prix 2026 du Festival international du film de Fribourg (FIFF), Divine Comedy surgit là où on ne l’attend pas: à l’intersection du burlesque et de la répression, comme si le rire décidait, soudainement, de prendre la censure à revers.» La Liberté, Olivier Wyser
«Diese bissige Satire über staatliche Gängelung und kreativen Widerstand bleibt tiefgründig bis zum Schluss.» SRF Kultur kompakt, Igor Basic
«La force du dispositif réside dans sa continuité esthétique. Lorsqu’il filme la confrontation avec le ministère de la Culture, Asgari reprend la grammaire formelle déjà à l’œuvre dans ‘Chroniques de Téhéran’: une caméra fixe sur le demandeur, tandis que le pouvoir demeure hors champ, réduit à une voix désincarnée.» j:mag, Malik Berkati
«Hier spielt ein Ensemble, das genau weiss, wo es in dieser ‹göttlichen Komödie› mit seinen Schelmereien ansetzen muss, um das System dort zu piesacken, wo es am meisten wehtut.» Die Wochenzeitung, Franziska Meister
«Ali Asgari joue la carte de l’humour pour dénoncer un système kafkaïen et dire son amour du septième art – de Kiarostami à Matrix, en passant par Godard.» Le Courrier, Mathieu Loewer
«Auch das Set um die Dialoge, die stets zwischen humorvoll und tragisch oszillieren, ist perfekt inszeniert. Ali Asgari zeigt witzig, subtil, aber direkt, was Sache ist, ohne draufzuhauen.» Saiten, Daria Frick
«Si Divine Comedy est tout aussi critique envers l’Iran, on est plus proche ici de la satire, doublée d’un bel hommage au cinéma – avec des dialogues à la Woody Allen, un clin d’œil direct à Nanni Moretti...» Le Temps, Stéphane Gobbo
«In Divine Comedy wird eine eigene Filmsprache sichtbar, die an eine globale Filmtradition anschliesst – und zugleich in der iranischen Gesellschaft verankert bleibt.» Neue Zürcher Zeitung, Silvia Posavec
«Cette manière de prendre les choses à rebours, tout en truffant son métrage de références cinématographiques, fait particulièrement mouche.» 24 Heures, Pascal Gavillet
«Ali Asgari klagt in seinem Werk auf deutliche Weise die repressiven Zustände im Iran an – immer mit Humor.» Tages-Anzeiger, Pascal Blum
«La tragicomédie qui en résulte est d’une drôlerie irrésistible.» ARCinfo, Vincent Adatte
«Divine Comedy zerlegt die iranische Kulturbürokratie nach Strich und Faden.» kulturtipp, Hans Jürg Zinsli
«Le film montre une forme de rébellion douce, qui ne passe par la violence et se met en place par un humour assez décalé.» RTS La Première, Vertigo, Rafael Wolf
«Unter der milden Satire lauern Dantes iranische Höllenkreise.» Sennhausers Filmblog, Michael Sennhauser
«Ce qui distingue aussi Divine Comedy, qui a gagné, c’est l’ironie et un petit côté Woody Allen.» RTS Un, 19h30, Thierry Jobin, directeur du FIFF
«Ali Asgaris selbstreflexive, vergnügliche Tragikomödie stellt grundlegende Fragen.» Filmbulletin, Alan Mattli
«Déplaire au régime iranien, ça n’est pas mon problème.» RTS La Première, Tout un monde, Ali Asgari au micro de Eric Guevara-Frey
«Man fiebert mit Bahram mit und hofft gespannt, dass sein Film am Ende den Weg in die Kinos findet.» KanalK, Giulia Zaccardo
«Eine feine und gleichzeitig radikale Satire.» Seniorweb, Hanspeter Stalder
«Die Unterdrücker werden zum Auslöser für komische, satirische Momente.» Phosphor Kultur, Michael Bohli
«Ali Asgari deckt mit bitterem Witz die Absurdität der Bürokratie und die Repressionen des iranischen Regimes auf, die sich immer wieder hinter Höflichkeiten verbergen.» Filmnetz, Walter Gasperi
«Ausgerechnet jetzt eine ‹göttlichen Komödie› aus dem Iran? – Bereits die ersten Minuten von Ali Asgaris Divine Comedy geben mit ihrer brillanten Demaskierung der iranischen Diktatur die Antwort […] Es ist der Witz der Hoffnung, der unbeirrt daran glaubt, dass das Kino ein Ort der sich öffnenden Fenster sein sollte.» Forum Magzin, Thomas Binotto
«Ein unterhaltendes Werk aus dem Iran.» Biel Bienne, Marco Cortesi
«Divine Comedy erzählt von den Absurditäten der Zensur, denen sich ein iranischer Filmemacher gegenübersieht. Der Regisseur Ali Asgari setzt dies gekonnt auf tragikomische Weise um.» SDA
«Comme Journal intime, Divine Comedy revendique un cinéma libre, indépendant, qui oppose l’humour à l’autoritarisme, qui démontre par l’absurde les travers d’un régime à bout de souffle.» Angle[s] de vue
«Ein komischer und sehr erhellender Einblick in die täglichen Widersprüche und moralischen Konflikte von Menschen, die versuchen, trotz der Auflagen der Zensur Kunst zu machen.» film-rezensionen
«Cineliterate, meta-textual and wryly sarcastic, the latest film by Ali Asgari is a free-wheeling, sharp-witted satire that unpeels seemingly endless layers of Iranian cultural bureaucracy […] the picture has a scrappy, off-the-cuff energy and an impish, defiant spirit. It makes a persuasive case that art – and laughter – are potent weapons in the struggle against oppression.» Screen Daily
«A sharp, funny, and crowd-pleasing work.» Next Best Picture
«Ark’s performance in the role is brilliant, deftly weaving and bobbing through lengthy dialogue scenes that have his character in a constant state of confoundment […] Divine Comedy is a further showcase of Asgari's varied talent.» International Cinephile Society
«What begins as a simple act of defiance becomes a darkly funny journey through red tape, cultural gatekeeping, and the range of anxieties facing any artist determined to create freely.» Variety







