Das Mädchen vom Tahrir-Platz. Der Film Amal von Mohamed Siam ist das Porträt einer jungen Frau während der Ägyptischen Revolution, eine Analyse des Arabischen Frühlings und das allgemeingültige Gleichnis einer Welt im Aufruhr.

Amal ist 14 Jahre alt, als sie während der ägyptischen Revolution, nach dem Tod ihres Freundes im Port Said-Stadion, auf dem Tahrir-Platz landet. Während der Proteste wird sie von der Polizei geschlagen und an den Haaren über den Platz gezogen. Der Coming-of-Age-Film folgt ihr über die Jahre nach der Revolution. Er handelt von den sich entfaltenden aktuellen Ereignissen und Amals sich schnell veränderndem Leben und Aussehen, und wir sehen sie auf der Suche nach ihrer eigenen Identität in einem Land im Wandel. Amal ist feurig und furchtlos, engagiert sich in Protesten und belehrt ständig ihre Mutter, die als Richterin arbeitet. Als Mädchen unter Männern muss sie auch für Respekt und das Recht auf Teilnahme kämpfen, sowohl auf der Strasse als auch im Rest ihres Lebens. In Ägypten sind sogar für eine junge Frau wie Amal – ihr Name bedeutet «Hoffnung» – die Möglichkeiten sehr begrenzt.

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Originaltitel Amal
Deutscher Titel Amal
Französischer Titel Amal
Andere Titel Amal
RegisseurIn Mohamed Siam
Land Ägypten
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Mohamed Siam
Montage Véronique Lagoarde-Ségot
Musik Matthieu Deniau
Kamera Lotta Kilian, Mohamed Siam
Ton Jocelyn Robert
Produktion Myriam Sassine for Abbout Productions, Mohamed Siam for ArtKhana
Länge 83 Min.
Sprache Arabisch/d + f + i
SchauspielerInnen
Dokumentarfilm
documentaire
documentary
Auszeichnungen

Journées Cinématographiques de Carthage (JCC): Tanit d'Or meilleur documentaire

«Der Entwicklungsroman verfolgt Amal von der Jugend bis ins Erwachsenenalter, ergänzt mit Filmchen von Kindergeburtstagen. Der Film stellt zusätzlich eine intensive Suche nach Emanzipation von alten patriarchalen Schemata dar, wie dies auch andernorts in der Gesellschaft geschieht. Über seine Heldin oder Anti-Heldin meint der Regisseur: «Amal ist ein Kind der Revolution». Der andere Film, Hanspeter Stalder

«In einer überalternden männerdominierten Gesellschaft muss sie täglich für Respekt und das Recht auf Teilnahme kämpfen, sowohl auf der Strasse als auch im Rest ihres Lebens.» Südostschweiz

«Mohamed Siams Amal ist eine sorgfältig gemachte Langzeitstudie, die zugleich als Porträt einer Jugendlichen und als Darstellung eines gebeutelten Landes überzeugt und bewegt.» Filmpodium

«La force du film est précisément de préférer à la grande fresque politique l’intimité d’une vie.» Cahiers du Cinéma


«Le fantôme de ce père chéri hante ce documentaire rageur et poignant à la fois, qui s’achève à la majorité d’Amal, à l’heure des choix -pour le moins surprenants. Puissant.»  Première


«Amal ist 14 Jahre alt, als sie während des Arabischen Frühlings zum Tahrir-Platz in Kairo geht. Dieser Coming-of-Age-Film folgt ihr in den nachfolgenden Jahren, einer Zeit, in der die furchtlose Amal in einem Land lebt, das nach seiner eigenen Identität sucht.» filmstarts

«Fille de policier, garçon manqué, charmeuse, exhibitionniste, ce Gavroche en sweatshirt monte sur les barricades lors de la révolution, insulte les forces de l’ordre, rêve de tout renverser, puis finit par porter le foulard et veut à son tour faire carrière dans la police. L’histoire d’un mystère en même temps que d’une désillusion.» Le Monde


«Une pasionaria frondeuse, forte en gueule, insatiable insoumise dont la caméra, complice et intimiste, saisit les fêlures et les angoisses derrière l'infatigable militantisme et l'humour rageur.» Le Nouvel Observateur


«Amal est un film fort, puissant, dramatique, une véritable leçon de vie qui bouleverse, questionne et émeut. Réalisé avec grande intelligence, le film montre qu'avant toute chose, une vraie révolution naît toujours à l'intérieur de celui qui la mène. Quel que soit son âge et quel que soit son sexe. Si Amal n'aura certes pas la vie facile, elle nous montre que, malgré tout, elle n'arrêtera jamais de se battre. Et c'est magnifique.» Ecran Large

«One day, there will be a revolution in Egypt. Do what you want, don’t be afraid.” A confidence from a father to his daughter, before dying without having seen the waves of “Arab Springs” unfurl upon his country. Amal, the heir to this paternal prophecy, was too young to demonstrate in 2011. With all the spirit of her 15 years, she nonetheless wormed her way into the very masculine world of the “ultras” of Cairo, who continued the fight in the name of an unfinished liberation that was already dearly paid for. It was during this period that Mohamed Siam met and filmed her, over six years, in the “post-Tahrir Square” turbulence and the first disillusionments of the Morsi era, followed by General Sissi’s counter-revolutionary coup d'état. A real documentary initiatory novel, Amal is devoted to the parabolic trajectory of a teenager towards adulthood, and captures her successive transformations like a metaphorical body: that of an entire society, still in search of its hard-to-find emancipation from old patriarchal structures whose foundations seem to have been hardly shaken.» Emmanuel Chicon, visions du réel

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