Film

Hiroshima, mon amour

Alain ResnaisFrankreich – 1956

«Du hast nichts gesehen in Hiroshima.» Der Franzose Alain Resnais zeigt in dem auf dem gleichnamigen Roman von Marguerite Duras basierenden Spielfilm «Hiroshima mon amour» den hartnäckigen, aber scheiternden Versuch eines Japaners und einer Französin, der Vernichtung und dem unsäglichen Leid von Hiroshima die Liebe zweier Menschen entgegenzusetzen, die der Hölle des Weltkriegs entkommen sind, die Katastrophe zu vergessen, die ständige Erinnerung an sie preiszugeben. Eine französische Schauspielerin, glücklich verheiratet, lernt bei Dreharbeiten in Hiroshima vierzehn Jahre nach Kriegsende einen japanischen Architekten kennen, auch er glücklich verheiratet. Die beiden lieben sich für 24 Stunden - im Bewustsein dessen, was sie trennt und trennen wird. Die Erinnerungen der Frau an ihre erste grosse (und unmögliche) Liebe zu einem deutschen Soldaten im französischen Nevers ebenso wie der Schauplatz Hiroshima vergegenwärtigen den Kontrast zwischen persönlicher Erfahrung und historischem Umfeld. Eines der grossen Meisterwerk des Kinos.

Originaltitel Hiroshima, mon amour
Deutscher Titel Hiroshima, mon amour
Französischer Titel Hiroshima, mon amour
Andere Titel Hiroshima, mon amour - Hiroshima, My Love
RegisseurIn Alain Resnais
Land Frankreich
Kinoformate
Drehbuch Marguerite Duras
Montage Jasmine Chasney, Henri Colpi, Anne Sarraute
Musik Georges Delerue, Giovanni Fusco
Kamera Takahashi Michio, Sacha Vierny
Ton Pierre-Louis Calvet, René Renault
Ausstattung Minoru Esaka, Mayo Petri, Lucilla Mussini
Kostüme Gerard Collery
Produktion Anatole Dauman, Samy Halfon
Länge 90 Min.
Sprache Französisch
SchauspielerInnen
Emmanuelle Riva Elle
Eiji Okada Lui
Stella Dassas mère
Pierre Barbaud père
Bernard Fresson L'allemand
Auszeichnungen

Cannes 1959

New York Film Critics Award 1960: Best Foreign Language Film

Etoile de Cristal für Emmanuelle Riva als beste Schauspielerin

Prix Mélies der  Association Française de la Critique de Cinéma

United Nations Award 1961

Oscar-Nomination 1961 fürs beste Originaldrehbuch (Marguerite Duras)

«Resnais erschloss durch eine in dieser Folgerichtigkeit noch nie angewendete Konzeption dem Film Ausdrucksmöglichkeiten, wie sie bisher dem modernen Roman vorbehalten schienen. (…) Die Verklammerung von realem und imaginärem Erleben, von Gegenwart und Vergangenheit kommt in ihrer autonomen Struktur, als fotografiertes Bewusstsein auf die Leinwand.»
Gregor/Patalas: Geschichte des Films

© COPYRIGHT

Texte sowie sämtliches Bild- und Tonmaterial auf der Homepage der Stiftung trigon-film sind für die Berichterstattung über den jeweiligen Film bzw. zur Bewerbung des entsprechenden Kinostarts bestimmt. Die Materialien stehen unentgeltlich nur für die Berichterstattung über den jeweiligen Film bzw. für dessen Bewerbung zur Verfügung. Jede davon getrennte Nutzung ist im Sinne des Urheberrechts untersagt bezw. muss rechtlich mit trigon-film geklärt werden. Die entgeltliche sowie unentgeltliche Weitergabe an Dritte ist untersagt. Der Copyright Hinweis © trigon-film.org ist obligatorisch. Durch die Nutzung unseres Materials erkennen Sie die Copyright-Bestimmungen an!