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Jiale ist ein ziemlich widerborstiger Sohn, der sowohl in der Schule als auch zuhause gerne aneckt. Seine Eltern sind stark beschäftigt und engagieren eine Nanny, die sich um den Haushalt und den Buben kümmern soll. Er lehnt sie ab, aber Teresa wird sein Herz zu erobern wissen. 15 Minuten Standing Ovation in Cannes und ausgezeichnet als bester Erstling führt uns Anthony Chen vor Augen, was gutes Kino ausmacht: Humor, Emotion und Suspense.

Jiale ist ein aufgeweckter Junge, der mit seinen Eltern in der schillernden Geschäftsmetropole Singapur lebt. Er ist auf sich allein gestellt, weil Vater wie Mutter stark beruflich eingespannt sind. Und so entwickelt Jiale seine eigenen Tricks, Ticks und Wege, um sich zu behaupten: Sowohl daheim als auch in der Schule. Das führt zwangsläufig dazu, dass er aneckt. Und das tut er auch, als die Eltern mit Teresa eine Nanny aus den Philippinen einstellen. Ilo Ilo war am Festival von Cannes einer jener Filme, die das Herz höher schlagen liessen. Dabei betreibt der junge Regisseur Anthony Chen aus Singapur gar keinen grossen Aufwand: Er erzählt ganz einfach aus dem Alltag eines Knaben in einer Welt, die für ihre Kinder keine Zeit hat, weil die Erwachsenen alle so stark beschäftigt sind. Es ist die Beziehung zwischen Jiale und Teresa, die er bald einmal ins Zentrum rückt, um über sie von ein paar elementare Dinge im Leben zu betrachten. Er tut dies auf ausgesprochen lockere Art, lässt den Alltag seine Spässe treiben, ohne dass er seine Figuren der Lächerlichkeit preisgeben würde. Es ist, als würde jeder Augenblick auch seinen Humor in sich bergen.

Angesiedelt ist die Handlung im Singapur von 1997. Der ökonomisch erfolgreiche Stadtstaat hat damals bereits jene Krise erlebt, die heute das Leben bei uns beeinflusst. Chen hütet sich davor, ein Drama daraus zu machen. Er nutzt die Situation, um uns über kleine Missverständnisse, Gesten, Begegnungen und Überraschungen vor Augen zu führen, dass seine Figuren es schaffen können, wenn sie einander Vertrauen schenken und Liebe. Die Familie von Jiale hat das im beruflichen Druck verlernt und muss erst wieder zu sich finden. Diesem Prozess zuzuschauen, bereitet schlicht Freude und lässt uns immer wieder schmunzeln - auch über uns.

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Originaltitel Ilo ilo
Deutscher Titel Ilo ilo
Französischer Titel Ilo ilo
Andere Titel Ilo ilo
RegisseurIn Anthony Chen
Land Singapur
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Anthony Chen
Montage Hoping Chen, Joanne Cheong
Kamera Benoit Soler
Ton Zhe Wu
Ausstattung Shane Bartley (visual effects)
Produktion Ang Hwee Sim, Anthony Chen, Wahyuni A. Hadi
Länge 99 Min.
Sprache Mandarin, Englisch, Tagalog/d/f
SchauspielerInnen
Koh Jia Ler Jiale
Angeli Bayani Teresa
Tian Wen Chen Teck
Yann Yann Yeo Hwee Leng
Auszeichnungen

Caméra d'Or Cannes 2013
Best First Film

Singapore's Nomination to the Academy Awards 2014

«Ein unwahrscheinlicher Aufsteller, aus einer unbekannten bekannten Welt.»
Barbara Häring Radio SRF



«Ein feiner, zärtlicher Film.»
Pascal Blum, Tages-Anzeiger



«Son film se rapproche de leur poésie discrète, distillant une émotion croissante.»
Norbert Creutz Le Temps


«Ein kleines aber unheimlich sympatisches Juwel.»
Variety



«Parfaite délicatesse.»
Frédéric Strauss, Télérama

«Mit einer minimalen Handlung, jedoch wunderbar sprechenden Bildern, die kleine Gesten und Stimmungen einfangen, lässt uns Regisseur Anthony Chen in einen Alltag eintauchen, der uns sicherlich fremd ist und zugleich wieder vertraut vorkommen muss, denn so gefühlvoll, so präzise wird hier das universell Menschliche inszeniert.»
Till Brockman, NZZ

«Anthony Chen ist mit «Ilo Ilo» ein Film gelungen, der gleich dreifach zu Herzen geht. Erstens erzählt er die Geschichte vom ausgebeuteten, moralisch überlegenen Kindermädchen in einem völlig neuen Umfeld. Zweitens schildert er fast beiläufig, wie der Arbeits- und Berufsdruck der Eltern alles unterläuft, was einst ihr Familienideal gewesen sein mag. Drittens erinnert er in aller Selbstverständlichkeit daran, dass gesellschaftlich sanktionierte Ausbeutung überall in der Welt stattfindet. Dass es Anthony Chen dabei gelingt, das alles in einen Film zu packen, der dokumentarisch wirkt, nie jedoch moralisierend oder gar anklägerisch – das ist nicht nur verblüffend, sondern vor allem herzerweichend wirkungsvoll.»
Michael Sennhauser, SRF

«Was macht eigentlich eine Familie aus? - Ein schöner, unaufgeregter Film der einen hinterfragen lässt, wo die eigenen Prioritäten liegen und was eigentlich wichtig ist.»
Coop-Zeitung



«Das Regiedebüt des Singapurers Anthony Chen, ist keineswegs das filmische Äquivalent zu ethnokitschiger World Music. Sondern ein aus der Hand gedrehtes Alltagsdrama: dicht, fesselnd, auf der Höhe der Zeit und von lakonischem Feinsinn. Und realistisch, auch wenn der Film mit Motiven der Fantastik flirtet. Chen beherrscht den Erzählrhythmus, der den zeitgenössischen Arthouse-Film auszeichnet: flüssig und knapp, mit mitreissender Kraft und vielen Offbeat-Akzenten.»
Tages-Anzeiger, Pascal Blum



«Ein klarer Blick auf die wichtigen Dinge im Leben durchzieht dieses Erstlingswerk bis zum Ende.»
Andrea Wildt

«Mit «Ilo Ilo» erzählt der singapurische Regisseur Anthony Chen eine unspektakuläre Geschichte, die auch deshalb berührt, weil sie stellvertretend für viele philippinische Billigarbeitskräfte und Mittelstandfamilien stehen kann.»
Andrea Lüthi



«Die Familie von Jiale hat das im beruflichen Druck verlernt und muss erst wieder zu sich finden. Diesem Prozess zuzuschauen, bereitet schlicht Freude und lässt uns immer wieder schmunzeln – auch über uns.»
Asienspiegel


«Gesten und Blicke sagen hier oft mehr als Worte, und in Bildern, die in sanfte warme Farben getaucht sind, entwickelt sich der gefühlvolle und von feinem Humor durchzogene Film zu einem unaufdringlichen, aber bewegenden Plädoyer für Menschlichkeit.» St. Galler Tagblatt


«Ein wunderbares Comedy-Drama, das  von vier schön und nachdrücklich gezeichneten Figuren getragen wird.»
Screen International

«Lauréat à Cannes de la Caméra d’or, qui récompense le meilleur premier film, une subtile chronique familiale dans le Singapour des années 90. - Anthony Chen fait preuve d’une grande subtilité. Il n’impose rien de manière grossière ou trop évidente, tout se fait par petites touches, passe par un regard ou
un simple geste. Il en va de même pour ce qu’on apprend, en toile de fond, d’une mégapole-Etat en proie à une crise économique. Et, si Jiale va s’adoucir, il ne deviendra jamais un ange et restera ambigu. Quel beau personnage.»
Stéphane Gobbo, L'Hebdo



«Pour son premier long-métrage où il explore toute une gamme de sentiments avec sobriété, sensibilité et une grande justesse de ton, le cinéaste de 29 ans a reçu la Caméra d’Or à Cannes en mai dernier. Un prix largement mérité pour une oeuvre interprétée par d'excellents comédiens et à la mise en scène parfaitement maîtrisée. Elle est en grande partie autobiographique. A l’image de l’enfant du film, Chen a été élevé par la bonne et a vu son père perdre son emploi. C'est dire s'il connaît son sujet.»
Edmée Cuttat, Tribune de Genève



«Anthony Chens Erstling begeistert mit Liebe, Humor und Herzlichkeit.»
Variety



«Feinfühlig und ohne falsche Sentimentalität erzählt Anthony Chen vom Erblühen einer unwahrscheinlichen Freundschaft. Mit „Ilo Ilo“ gelingt ihm ein intimes Familienporträt, das er mit wunderbar leisem Humor durchsetzt hat.»


Nordwestschweiz

«Der Stadtstaat Singapur steckt voller Widersprüche: Ein idealer Ort, um gesellschaftliche und familiäre Werte überraschend auszulegen. „Ilo Ilo“ heisst der Erstlingsfilm von Anthony Chen, dem diese Auffächerung so gut gelingt. Auch als Europäer erkennt man sich in der Geschichte wieder.»
SRF



«Caméra d'or (Meilleur premier film du festival) méritée du dernier Festival de Cannes, ILO ILO est une belle surprise venant d'un pays dont on ne connaît guère qu'Eric Khoo (Be with Me, My Magic). Ce qui commence comme une minuscule chronique familiale, à teneur fortement autobiographique, ne cesse en effet de gagner en ampleur, en justesse et en émotion.»
Sortir



«Je voulais que ce soit simple et honnête», explique le réalisateur. Cette modestie fait qu'il touche juste. Attentif à des personnages marqués par les difficultés du pays, il sait les écouter et leur donner le temps de s'exposer dans leur fragilité. - Une mise en scène économe, une reconstitution sobre, presque pas de musique... toute la place est accordée aux protagonistes qui, peu à peu, prennent corps à l'écran, tandis que se dessine autour d'eux une société singapourienne bien mal connue en Occident.»
Geneviève Praplan, Cinéfeuilles

«A plus d’un tour, ILO ILO évoque le film magnifique d’Edward Yang, Yi Yi, dont on suppose qu’Anthony Chen fut un admirateur ardent. Les deux portraits d’enfant qui fondent ces films semblent parfois dialoguer en miroir décalé, même si le ton choisi par Chen s’efforce à une plus grande crudité, et d’une certaine façon à un plus grand réalisme lorsqu’il s’agit de décrire avec précision le quotidien, peu folichon, de la société singapourienne.»
Libération



«Auch wenn der Film in Singapur angesiedelt ist, seine Themen und sein Spiel sind universell. ILO ILO wirkt sogar hochaktuell: Der Film spielt in jener asiatischen Finanzkrise von 1997, die heute ihr Echo in der weltweiten Krise hat.»
Screen International

«Economie de moyens, économie d›effets: Ilo Ilo est un film qui l'air de rien, raconte avec une infinie justesse une crise familiale sur fond de crise sociale.»
Le Monde

«Das Leben. Die Menschlichkeit. Und ganz grundsätzlich, wie wir Menschen es immer wieder schaffen, Scheisse zu bauen. Ein Filmtutor sagte uns jeweils, dass es keine Filme geben würde, wenn wir nicht dauernd Fehler machten.»
Anthony Chen zu seiner Inspiration



«Ce cinéma du quotidien, qui ne la ramène pas avec des effets de style inutiles, constitue une des meilleures veines du cinéma asiatique. Ce n’est pas pour rien qu’Anthony Chen cite le Taïwanais Edward Yang (Yi Yi), le Coréen Lee Chang-dong (Poetry) et le Japonais Hirokazu Kore-eda comme des maîtres qu’il apprécie tout particulièrement. Quant à son actrice philippine, Angeli Bayani, elle s’est fait connaître par les films-fleuves de son compatriote Lav Diaz (Melancholia, Norte, le président du jury au dernier Festival de Locarno). Son film se rapproche de leur poésie discrète, distillant une émotion croissante.»
Norbert Creutz Le Temps



«Es ist die Beziehung zwischen Jiale und Teresa, die er bald einmal ins Zentrum rückt, um über sie ein paar elementare Dinge im Leben zu betrachten.»
art tv

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