La demoliciĂłn

Heitere Arbeitswelt

Beto hat sich entschieden, seinen Arbeitsplatz, an dem er 40 Jahre lang gewirkt hat, zu verteidigen, obwohl der Betrieb geschlossen, die Fabrik stillgelegt wurde. Wie ein Buddha sitzt er da an seinem Pult und arbeitet weiter, auch wenn die Telefonlinien nicht mehr funktionieren. Osvaldo, auch er ohne regelmĂ€ssige Arbeit, trifft eines Morgens ein, um das GebĂ€ude abzubrechen. Eine erfrischende Komödie ĂŒber unsere Arbeitswelt und was aus ihr wird.

Sie nennen sich «fabricas recuperadas», was man mit «zurĂŒckgewonnene Fabriken» ĂŒbersetzen wĂŒrde, und sie haben sogar eine eigene Site: www.fabriabricasrecuperadas.org - In Argentinien lĂ€uft nach der Liberalisierung der so genannt freien Marktwirtschaft und dem Bankrott derselben vor wenigen Jahren vieles, damit die Leute wieder Boden unter den FĂŒssen spĂŒren. Eine der Initiativen lĂ€uft auf die Wiederinbetriebnahme von geschlossenen Fabriken hinaus, weil viele nicht einsehen wollen, warum die Besitzerklasse nicht nur mit dem Geld abhaut, wenn's drauf und dran kommt, sondern auch gleich noch ihre Fabriken verscherbelt und stilllegt.

Die herrlich komische Geschichte, die Marcelo Mangone uns da in seinem Spielfilm LA DEMOLICION also erzĂ€hlt, ist mitten aus einer Zeit heraus gegriffen, in der es um die ArbeitsplĂ€tze nicht mehr so sicher steht wie auch schon, aber die Leute sich auch wieder zu wehren beginnen. Die Handlung ist in Argentinien verwurzelt aber weltweit gĂŒltig, lĂ€sst uns der Film ĂŒber die GesprĂ€che von Beto und Osvaldo in der zum Abbruch bestimmten Fabrik doch nachdenken und schmunzeln ĂŒber die Arbeitskultur, Fragen des Ausverkaufs der Arbeitswelt und den Widerstand, den da einer auf verlorenem Posten leistet.

Zwischen den beiden Hauptfiguren und draussen auf der Strasse setzt ein Prozess ein, an dessen Ende man sich gegen den Abbruch wehrt und dagegen, lĂ€nger Spielmasse von Besitzenden und Herrschenden zu sein. Das ist zunĂ€chst einmal eine erfrischende Komödie, dann aber auch ein gescheites StĂŒck Reflexion ĂŒber den Zustand der Arbeitswelt heute.

Walter Ruggle
artwork

Credits

OriginaltitelLa demoliciĂłn
TitelLa demoliciĂłn
RegieMarcelo Mangone
LandArgentinien
Jahr2005
DrehbuchRicardo Cardoso, Marcelo Mangone
MontageSergio Zottola
MusikMartin Bianchedi
KameraMartĂ­n Nico
TonMartin Cugnoni
KostĂŒmeMariela RĂ­podas (art direction)
AusstattungMariela RĂ­podas
ProduktionPrimer Plano Film Group S.A., Alberto Trigo, Elida Motyczak
Formate35mm
LĂ€nge82 Min.
SpracheSpanisch/d/f
Schauspieler:innenJorge Paccini, Enrique Liporace, Marcelo Alfaro, MimĂ­ ArdĂș, Vera Fogwill, Jorge Paccini, NicolĂĄs Condito, Marcelo Mazzarello

Credits

OriginaltitelLa demoliciĂłn
TitelLa demoliciĂłn
RegieMarcelo Mangone
LandArgentinien
Jahr2005
DrehbuchRicardo Cardoso, Marcelo Mangone
MontageSergio Zottola
MusikMartin Bianchedi
KameraMartĂ­n Nico
TonMartin Cugnoni
KostĂŒmeMariela RĂ­podas (art direction)
AusstattungMariela RĂ­podas
ProduktionPrimer Plano Film Group S.A., Alberto Trigo, Elida Motyczak
Formate35mm
LĂ€nge82 Min.
SpracheSpanisch/d/f
Schauspieler:innenJorge Paccini, Enrique Liporace, Marcelo Alfaro, MimĂ­ ArdĂș, Vera Fogwill, Jorge Paccini, NicolĂĄs Condito, Marcelo Mazzarello

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Pressestimmen

«Wie es der neue Film von Fernando Solanas, LA DIGNIDAD DE LOS NADIES, zeigt, gibt es in Argentinien eine Reihe von Betrieben, in denen die Arbeiter es geschafft haben, das GeschĂ€ft weiter zu betreiben, auch nachdem die Besitzer sich bereits abgesetzt hatten. Das heisst: Dieser Film hier ist keine reine Fantasie. Sanfter Humor und eine gut gefĂŒhrte Kamera halten die Sache in Fahrt.»
Variety