La memoria del agua

von Matias Bize, Chile, 2015

Amanda und Javier lieben einander und leben glücklich mit ihrem vierjährigen Buben im eigenen Haus, bis ein Unfall, geschehen in einem Moment der Unaufmerksamkeit, ihnen das Kind raubt. Der Film setzt danach an: Wie weiter mit dem Leben, wie weiter in der Liebe? Matías Bize versteht es vorzüglich, aus der Fragilität des Moments das Ganze zu betrachten und Antworten zu suchen auf die Frage: Was ist das überhaupt, die Liebe?

Am liebsten tasten Liebesfilme die Phase der ersten Begegnungen ab, die Zeit des Knisterns, der hemmungslosen Passion, des offenen Traums. Der Chilene Matías Bize hat schon mehrere Filme über die Liebe gestaltet, weil er selber natürlich auch Betroffener ist und sich Fragen stellt. «Um einen Film zu machen», sagt er, «muss man von der Wahrheit ausgehen. Bei mir entstehen sie aus ganz persönlichen Geschichten heraus und Fragen, die ich mir dazu stelle.» Auch wenn er das Drama des Unfalltods eines Kindes nicht selber erlebt hat, stellt er es hier vor den Anfang seiner Erzählung. Ausgehend von ihm betrachtet er das, was eine Liebe auszeichnen kann aber auch fordern. Wie weiter nach einem Schicksalsschlag? Im Auseinandergehen, das die Frau wünscht, weil sie im Gesicht des Mannes immer jenes ihres gemeinsamen Buben sieht, findet auch ein Zusammenkommen statt. Bize Filme kreisen mal witzig verspielt, mal sentimental melancholisch, mal existenziell intensiv um die Liebe – nah an den Darstellenden, packend inszeniert, interessiert an inneren Realitäten, fokussiert auf einen prägenden Moment. Seine Arbeiten, hat man den Eindruck, reifen mit seiner Person. Hier erzählt er in beeindruckenden Stimmungen vom Abschiednehmen und davon, wie anspruchsvoll menschliche Beziehungen sind und wie wertvoll.

Festivals & Auszeichnungen

Best Director, Festival de Cine Iberoamericano de Huelva

Best Actress, Santiago Festival Internacional de Cine

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Credits

Originaltitel
La memoria del agua
Titel
La memoria del agua
Regie
Matias Bize
Land
Chile
Jahr
2015
Drehbuch
MatĂ­as Bize, Julio Rojas
Montage
Valeria Hernández
Musik
Diego Fontecilla
Kamera
Arnaldo RodrĂ­guez
Ton
MartĂ­n Grignaschi
Ausstattung
Sebastian Olivari
Produktion
Adrián Solar
Formate
Blu-ray, DCP
Länge
88 Min.
Sprache
Spanisch/d/f
Schauspieler:innen
Elena Anaya (Amanda), Benjamín Vicuña (Javier), Sergio Hernández (Pedro), Néstor Cantillana (Marcos), Silvia Marty (Mónica), Etienne Bobenrieth (Hernán), Antonia Zegers (Pamela), Pablo Cerda (Jonás), Macarena Saquel (Verkäuferin)

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Pressestimmen

«Grossartig, bewegend: ein Meisterwerk!» Seniorweb

«Chilenisches Drama mit höchst berührender Bildsprache.» Annabelle

«Filmliebhaber müssen «La memoria del agua» sehen.» Bluewin

«Ein leiser, herzzerreissender Liebesfilm. - Bize schafft immer wieder kondensierte Momente, in denen ganze Welten aufgehen.» Filmbulletin

«Bize erzählt in beeindruckenden Stimmungen, wie anspruchsvoll und wertvoll menschliche Beziehungen sind.» Punto Latino

«Bize stellt die so verzweifelten wie anrührenden Versuche einer Wiederannäherung zweier seelisch versehrter Menschen ins Zentrum und erweist sich einmal mehr als unsentimentaler Meister im Ausloten von Liebe und Leid. Schauspielerisch ragt in dem berückend schön fotografierten Film die Spanierin Elena Anaya, bekannt aus Filmen Pedro Almodóvars, in der weiblichen Hauptrolle heraus.» Neue Zürcher Zeitung

«Weder überhöht, noch religiös vereinnahmt oder mystisch verklärt sind seine Bilder und Geschichten der Liebe, sondern alltäglich, nachvollziehbar, fein empfunden und eindringlich – menschlich lebbar.» Der andere Film

«Mit grossem Feingefühl gestaltete Handlung, in der sich alles um die Liebe dreht.» Movie News

«Der Chilene Matías Bize erzählt in beeindruckenden Stimmungen vom Abschiednehmen.» NZZ am Sonntag

«Ein intensiver emotionaler Paartanz.» Mundo hispánico

«Wie verarbeitet man als Paar einen schweren Schicksalsschlag und was macht der Verlust eines geliebten Menschen mit einem? Diesen Aspekten widmet sich Regisseur Matías Bize in seinem nachdrücklichen Drama LA MEMORIA DEL AGUA.» Cineman

«Der chilenische Regisseur Matías Bize hat einen bewegenden (und oft beklemmenden) Film geschaffen, bei dem die Zuschauenden die Entwicklung der Hauptfiguren hautnah miterleben. Dies nicht zuletzt dank einer Kameraführung, die eng an den Gesichtern von Amanda und Javier dran bleibt.» Medientipp

«Bize fängt diese tiefe Trauer und Versunsicherung fast ohne Worte, aber mit präzis gewählten, sprechenden Bildern ein.» ProgrammZeitung

«Vicuña y Anaya sind brillant.» Clarín

«Anaya und Vicuña werden beide auch als Koproduzierende genannt - sie bieten zwei emotional hochstehende Darbietungen.» Hollywood Reporter