Madadayo

von Akira KUROSAWA, Japan, 1993
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DVD

Der filmische Abschied
Der Deutschprofessor Hyakken Uchida wird von den Studierenden ĂŒber alle Massen verehrt. Es kommt der Tag, an dem er ihnen mitteilt, dass er sich von der LehrtĂ€tigkeit zurĂŒckziehen werde. Akira Kurosawa inszeniert einen Reigen des Lebens wie ein grosses Klassentreffen. Darin werden die Vergangenheit und die Lebensgeschichte des Lehrers und seiner Frau aufgerollt, anfangend beim Zweiten Weltkrieg bis hinein in die gegenwĂ€rtigen 1960er-Jahre. Der Altmeister schildert in seinem letzten Werk, wie das Haus des Lehrers von Bomben zerstört wurde und die zu Wohlstand gekommenen ehemaligen SchĂŒler ihm und seiner Frau halfen.
An den jĂ€hrlichen Treffen wird der Professor, der nach dem Ende seiner LehrtĂ€tigkeit Essays und Ge-dichte verfasst, gefeiert. Über die Jahre verĂ€ndern sich die UmstĂ€nde dieser Feier, doch ihr Charakter bleibt erhalten. Ebenso das zentrale Ritual dieser Feiern: Die SchĂŒler fragen Uchida: «Maāda kai?» (Fertig?), und er antwortet mit «Maāda dayo!» (Noch nicht!). Am Ende trĂ€umt der alte Uchida, erschöpft von einer weiteren Feier mit seinen SchĂŒlern, im Schlaf vom Versteckspiel der Kindheit. Akira Kurosawa verabschiedete sich mit diesem Film vom Kino und zollte einem anderen grossen Meister, dem Schriftsteller und Lehrer Hyakken Uchida, einen wunderbaren Tribut.

Festivals & Auszeichnungen

4 Japanese Academy Awards 1994: Beste Nebendarstellerin (Kyƍko Kagawa), Bestes Licht, Beste Ausstattung, Beste Kamera.
Blue Ribbon Award: Tatsuo Matsumura als Bester Hauptdarsteller und Joji Tokoro als Bester Nebendarsteller.

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Credits

Originaltitel
Madadayo
Titel
Madadayo
Regie
Akira KUROSAWA
Land
Japan
Jahr
1993
Drehbuch
Akira Kurosawa, Hyakken Uchida
Montage
Akira Kurosawa , Ishiro Honda
Musik
Shinichiro Ikebe
Kamera
Takao Saito, Shoji Ueda
Ton
Hideo Nishizaki
KostĂŒme
Kazuko Kurosawa
Ausstattung
Yoshiro Muraki
Produktion
Toho Company, Tokyo
Formate
HD, Blu-ray, DCP
LĂ€nge
134 Min.
Sprache
Japanisch/d
Schauspieler:innen
Tatsuo Matsumura (Professor Hyakken Uchida), KyĂŽko Kagawa (Frau des Professors, femme du professeur), Hisashi Igawa (Takayama), Joji Tokoro (Amaki), Masayuki Yui (Kiriyama), Akira Terao (Sawamura), Takeshi Kusaka (Dr. Kobayashi), Asei Kobayashi (Rev. Kameyama), Hidetaka Yoshioka

Pro Material

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Pressestimmen

«Kurosawas letzter Film ist ein persönliches Werk ĂŒber Traditionen, Lebensweisheit, Altern und den Abschied vom Leben.»

Cinema

«Akira Kurosawa, der ĂŒber die Jahrzehnte immer wieder den Stil seiner Filme verĂ€nderte, findet mit 'Madadayo' zu einem milden, undramatischen Stil.»

Die Zeit

«Ein faszinierender, lebens-kluger Film, durchdrungen von einer zutiefst humanen Ehrfurcht, der die traditionellen Werte Japans, Lebensart und Lebenslust feiert.»

Lexikon des Films

«Das feine kleine Alterswerk ist voll Melancholie und voll querköpfiger Weisheit, es handelt vom Altwerden, vom Vereinsamen, vom SterbenmĂŒssen, doch mit irrlichterndem Humor - als hĂ€tte Kurosawa seinem so strengen, so schicksalsschweren OEuvre von "Rashomon" bis "Ran" nun ein Satyrspiel hinterhergeschickt.»

Der Spiegel

«Kurosawas letzter Film ist ein persönliches Werk ĂŒber Traditionen, Lebensweisheit, Altern und den Abschied vom Leben.»

Cinema

«Kurosawa, der ĂŒber die Jahrzehnte immer wieder den Stil seiner Filme verĂ€nderte – Ă€usserst streng wie in seinen Literaturadaptionen arbeitete oder sich, wie in „Ran“ (1985), dem Rausch der starken Farben hingab –, findet mit „Madadayo“ zu einem milden, undramatischen Stil.»

Zeit

«Ein faszinierender, lebenskluger Film, durchdrungen von einer zutiefst humanen Ehrfurcht, der die traditionellen Werte Japans, Lebensart und Lebenslust feiert. Zugleich eine persönliche Hommage Kurosawas an seinen verehrten Meister Eizo Uschida.»

Lexikon des Films