Film

Late Spring - Banshun

Yasujiro OZUJapan – 1949

Die 27jährige Noriko lebt mit ihrem verwitweten Vater, einem Universitätsprofessor, in einem kleinen Haus im Norden Kamakuras. Er arbeitet an der Fertigstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts, wobei ihm sein Assistent Hattori hilft. Professor Soniyama macht sich Gedanken um das Wohlbefinden seiner Tochter und schlägt ihr eines Tages vor, Hattori zu heiraten. Ihre Tante Masa, die Schwester des Professors, ist die nächste, die sich als Kupplerin versucht und Noriko dazu drängt, Herrn Satake zu treffen. Obwohl dieser Noriko sympathisch ist, weist sie alle Heiratspläne zurück. “Eines von Ozus Lieblingsthemen sind die gegensätzlichen Vorstellungen und die daraus resultierenden Reibungen innerhalb der Familie, trotz großer gegenseitiger Zuneigung und Loyalität. Diese Familienkonflikte und die zwischen Eltern und Kindern entstehenden Probleme führen unweigerlich zu einer Art von Trennung. Im Falle von Noriko wird ihre Heirat diese Trennung nach sich ziehen, in anderen Ozu Filmen kann der Wegzug aus beruflichen Gründen der Auslöser sein. Auf der einen Seite stimmen diese Ereignisse Ozu traurig, auf der anderen Seite ist ihm bewusst, dass sie unvermeidlich sind. Dieses Bewusstsein für die dem menschlichen Dasein innewohnende Traurigkeit und Flüchtigkeit ist es, das die Japaner ‘mono no aware’ nennen.” Beverly Bare Buehrer

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Originaltitel Late Spring - Banshun
Deutscher Titel Später Frühling
Französischer Titel Printemps tardif
Andere Titel Tarde primavera
RegisseurIn Yasujiro OZU
Land Japan
Kinoformate 35mm, DVD, DCP
Drehbuch Kazuo Hirotsu, Kôgo Noda, Yasujiro Ozu
Montage Yoshiyasu Hamamura
Musik Senji Itô
Kamera Yuuharu Atsuta
Ausstattung Tatsuo Hamada
Produktion Shochiku Films Ltd., Tokyo
Länge 108 Min.
Sprache Japanisch/d/f
SchauspielerInnen
Chishu Ryu Shukichi Somiya
Setsuko Hara Noriko Somiya
Yumeji Tsukioka Aya Kitagawa
Haruko Sugimura Masa Taguch
Hohi Aoki Kasuyochi
Kuniko Miyake Akiko Miwa
Toyoko Takahashi Shige
Auszeichnungen

Kinema Junpo Award, Japan: Best Film Mainichi Film Concours, Japan: Best Film, Best Director, Best Actress, Best Screenplay

«Yasujiro Ozus etwa in der Mitte seines Schaffens entstandener Film ist eine enorm sensible Alltags- und Menschenstudie. Geprägt von einem tiefen Humanismus ist er ein Sinnbild für das gesamte Oeuvre des japanischen Meisters.» Moviemaze «Das Wunder Ozu - Ozu ist im Westen Kult: Der neben Kurosawa und Mizoguchi dritte berühmte Klassiker des japanischen Films in der Mitte des letzten Jahrhunderts hat einen unerhörten Reinigungseffekt für (kino-)verdorbene Sinne. Wie schlicht sind diese Filme, wie wundersam schön, wie genau! - Seine Radikalität hat in der Filmgeschichte Massstäbe gesetzt.» Martin Walder, NZZ am Sonntag "A travers l'évolution des parents et des enfants, j'ai montré, comment le système familial japonais commençait à se désintégrer". Yasujiro Ozu

«Man hat sich inzwischen so sehr daran gewöhnt und hält es für selbstverständlich, dass das Kino und das Leben so weit auseinanderklaffen, dass einem der Atem stockt und man zusammenzuckt, wenn man auf einer Leinwand plötzlich etwas Wahres oder Wirkliches entdeckt. Das war das Ungeheuerliche an den Filmen von Ozu, und vor allem seinen späten: Sie waren solche Augenblicke der Wahrheit, nein nicht nur Augenblicke, sie waren langgezogene Wahrheit, die vom ersten bis zum letzten Bild andauerte. So eine Darstellung von Wirklichkeit, so eine Kunst gibt es im Kino nicht mehr.» Wim Wenders

 «Vollendete Harmonie in der Konstruktion des Films: Aussparung dessen, was gemeinhin für Melodrama sorgt, stattdessen eine unauffällig virtuose Handhabung minimalster Mittel. Kontemplatives An- und Abschwellen der Szenenfolgen, gefüllt mit Schmerz und Schönheit des Lebens. Ein grenzenloses Meisterwerk.» Österreichisches Filmmuseum

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Im Kino

  • Zürich, Filmpodium: 29. April bis 5. Mai

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