Film

Nuestras madres

César DíazGuatemala – 2019
TRAILER

Guatemala war während dreissig Jahren ein Land im Bürgerkrieg. Ernesto ist ein junger Forensiker, der heute hilft, Menschen zu identifizieren, die in jener Zeit verschwunden sind. Eines Tages glaubt er, eine Spur seines Vaters gefunden zu haben, der als Guerillakämpfer zu den Verschollenen gehört. Und er macht eine unerwartete Entdeckung. Ein zutiefst bewegender Film.

Ernesto setzt Skelette zusammen, die in Massengräbern gefunden und ausgegraben wurden. Er ist Forensiker und soll herausfinden, wessen Knochen es sind. Eines Tages bittet ihn eine ältere Frau, in ihrem Dorf ein Grundstück zu durchsuchen, auf dem sie die Überreste ihres Mannes wähnt. Dieser war vor vielen Jahren nach einem Militärangriff verschwunden. Auf dem Foto, das sie ihm zeigt, glaubt Ernesto bei einer der Figuren die Züge seines Vaters zu erkennen, der ebenfalls verschwunden ist und über den seine Mutter nie spricht. Ernesto macht sich auf den Weg.

Nuestras Madres ist ein zurückhaltender Film. Unprätentiös gestaltet César Díaz seine Erzählung, und gerade daraus zieht der Film seine emotionale Kraft und seine stille und würdevolle Schönheit. Der Filmemacher weiss, dass seine Arbeit verblasst vor diesen Frauen, diesen Müttern und Töchtern, die Gerechtigkeit fordern und Mühe haben, sich Gehör zu verschaffen. Es ist ihre Suche nach den Verschwundenen, die den dramatischen Faden der Geschichte bildet, zu dem sich Ernestos persönlicher Wunsch gesellt, endlich herauszufinden, was mit seinem eigenen Vater geschehen ist. Die Handlung spielt sich vor dem Hintergrund eines Prozesses ab, in dem Frauen über die erlittenen Misshandlungen aussagen müssen. Es geht um späte Gerechtigkeit: Die Suche nach den Verschollenen wird von privaten Initiativen durchgeführt, weil die Behörden weitermachen und vergessen wollen. Die Sorgfalt, mit der die Szenen gefilmt werden, erinnert uns an Patricio Guzmáns El botón de nacar, denn es geht auch hier um Erinnerung. Der zutiefst bewegende Spielfilm wurde in Cannes als bestes Erstlingswerk mit der Caméra d’Or ausgezeichnet.

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Originaltitel Nuestras madres
Deutscher Titel Unsere Mütter
Französischer Titel Nos mères
Andere Titel Le nostre madre
RegisseurIn César Díaz
Land Guatemala
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch César Díaz
Montage Damien Maestraggi
Musik Rémi Boubal
Kamera Virginie Surdej
Ton Vincent Nouaille, Gilles Bernardeau, Emmanuel De Boissieu
Ausstattung Pilar Peredo
Produktion Need Productions
Länge 77 Min.
Sprache Spanisch/d/f
SchauspielerInnen
Armando Espitia Ernesto
Emma Dib Cristina
Aurelia Caal Nicolasa
Julio Serrano Echeverría Juan
Victor Moreira Freddy
Auszeichnungen

Caméra d'Or Cannes 2019, bester Erstling

et Prix SACD Semaine de la critique

Chicago Film Festival: Silver Hugo du Meilleur nouveau réalisateur

«Ein Meisterwerk, das Hoffnung macht.» Silvia Posavec, NZZ am Sonntag


«Mit Nuestras madres ist Cesar Diaz ein emotional starker und berührender Film geglückt. In der gekonnten Durchwirkung beider Geschichten ist dieser ebenso ein packendes Statement wider das Vergessen wie ein vehementer Aufruf für die Stärkung der kollektiven und persönlichen Erinnerung.» Irene Genhart, cineman.ch


«Nuestras Madres ist ein einfühlsames Drama über die Aufarbeitung von Kriegsgräueln. Das mehrfach prämierte Filmdrama überzeugt vor allem durch seine Ruhe von der ersten bis zur letzten Minute: César Díaz’ Bild-Ton-Sprache entfaltet ihre volle Wirkung ohne jegliche Überzeichnung oder Überdramatisierung.» Luzerner Zeitung, Andreas Faessler


«Ein Film von eindringlicher Intensität.» Zuger Zeitung

«Ohne ein einziges brutales Bild zu zeigen, schafft es der Film, grosse Betroffenheit auszulösen.» Bieler Tagblatt

«A modestly scaled picture with massive implications.» New York Times

«Un bouleversant travail de mémoire.» Le Soir

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