Barravento

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Glauber Rochas Erstling
Die Fischer in einem Dorf in Bahia an der NordkĂŒste Brasiliens mĂŒssen ihr Netz von einem HĂ€ndler mieten und dafĂŒr 90 Prozent des Fangs abgeben. Mehr noch: Der Netzbesitzer droht ihnen immer wieder, ihr ArbeitsgerĂ€t zu entziehen. Ganz Ă€hnlich wie zwei Jahre spĂ€ter in «Deus e o Diabo na Terra do Sol» rebelliert die schwarze Gemeinschaft nicht, sie ertrĂ€gt die Ausbeutung durch den weissen Gauner im Glauben, dass ihr eines Tages die Götter aus der Not helfen werden.
Firmino, ein junger Mann mit neuen Ideen, der aus der Stadt in sein Dorf zurĂŒckgekommen ist, rebelliert gegen den Fatalismus. Er zerschneidet das Netz der Fischer, das dem HĂ€ndler gehört, um sie zur Selbsthilfe zu bewegen. Es gelingt ihm jedoch lediglich, das Bewusstsein Aruans, des irdischen Vertreters der Meeresgöttin, zu verĂ€ndern. Glauber Rocha bezieht in seinem Erstling nicht nur den Rhythmus seiner Sequenzen, sondern auch das Wesen seiner ErzĂ€hlung aus dem manchmal ruhigen und sinnlichen, manchmal erregten und unerbittlichen Spiel von Meer und Erde. Indem er das einfache Leben der Sklavenabkömmlinge beschreibt, verankert er seinen Film in der Wirklichkeit. Der Film gleicht einem freien, entfesselten Gedicht und packt noch heute durch die Ausstrahlungskraft seiner Bilder.

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Credits

Originaltitel
Barravento
Titel
Barravento
Regie
Glauber Rocha
Land
Brasilien
Jahr
1962
Drehbuch
Glauber Rocha, José Telles de Magalhães, Luiz Paulino Dos Sa
Montage
Nelson Pereira dos Santos
Musik
Washington Bruno
Kamera
Tony Rabatony
Ton
Geraldo Josém Oscar Santana
KostĂŒme
LĂșcia Rocha
Ausstattung
Elio Moreno Lima
Produktion
Iglu Filmes
Formate
DVD, DCP
LĂ€nge
80 Min.
Sprache
Portugiesisch/d+f

Pro Material

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Pressestimmen

«Wenn man den tiefen Eindruck zu analysieren versucht, den Barravento hinterlassen hat, drÀngen sich zwei Filme unmittelbar ins GedÀchtnis: Tabu von F. W. Murnau und Robert Flaherty (1931) und Redes, den Fred Zinnemann 1935 in Mexiko machte, bevor er nach Hollywood ging.»

Alex Viany

«L'histoire de Barravento est celui d'un groupe de pécheurs pauvres d'une région de Bahia. La présence de la mer, considéré comme une divinité, la musique, la danse, les cérémonies, et les sacrifices rituels sont les éléments essentiels de cette narration.»

Le Monde