Salvation
Zwischen zwei Dörfern in Ostanatolien flammt eine alte Fehde um Land und Macht neu auf, als ein früher verbannter Clan zurückkehrt. Mitten in diesem Konflikt wird Mesut, der Bruder eines Dorfobersten, von unheimlichen Visionen heimgesucht. Er deutet sie als göttliche Zeichen und beginnt, die Dorfgemeinschaft gegen die Rückkehrer aufzuhetzen. Mit Salvation schafft der preisgekrönte türkische Regisseur Emin Alper (Burning Days) eine packende politische Allegorie, die ebenso Thriller wie Parabel ist. Das vielschichtige Werk – ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären in Berlin – entlarvt schonungslos, wie Populismus Gemeinschaften spaltet.
Die beiden Gemeinden sind durch eine jahrzehntealte Fehde zwischen zwei rivalisierenden Clans tief gespalten. Die Hazeran bewohnen das obere Dorf, während die Bezari einst im Tal lebten, bevor sie ins Exil getrieben wurden. Als die Bezari in ihre Heimat zurückkehren, flammt der alte Konflikt sofort neu auf: Schnell machen Gerüchte die Runde, sie wollten den Hazeran das fruchtbare Land streitig machen. Während das besonnene Clan-Oberhaupt Scheich Ferit (Feyyaz Duman) verzweifelt für Koexistenz plädiert, schürt sein Bruder Mesut (Caner Cindoruk) mit Verweis auf seine prophetischen Albträume die Urängste der Gemeinschaft. Angetrieben von religiösen Überzeugungen und wachsendem Hass gerät die Dorfgemeinschaft zunehmend in eine gefährliche Abwärtsspirale.
Inspiriert von wahren Begebenheiten seziert Emin Alper ein Phänomen, das heute weltweit Demokratien bedroht. Im Mikrokosmos eines Bergdorfs zeigt er, wie Fake News, populistische Rhetorik und religiöser Fanatismus eine Gesellschaft radikalisieren können. Inszeniert im Stil eines Thrillers, besticht der Film durch herausragende Schauspieler:innen und beeindruckende visuelle Kraft. Die Kamera fängt die erhabene Schönheit der Berglandschaft in epischen Bildern ein, welche in scharfem Kontrast zur beklemmenden Enge des eskalierenden Konflikts stehen. Salvation ist politische Parabel und psychologische Studie zugleich. Alpers hervorragendes Filmhandwerk lässt Träume und Realität virtuos verschwimmen und zeigt eindrücklich, was passiert, wenn wir uns als Gesellschaft von Rationalität verabschieden. Eine universelle Warnung vor der «Rhetorik des starken Mannes».
Festivals & Auszeichnungen
Berlinale 2026: Silberner Bär – Grosser Preis der Jury
San Francisco International Film Festival: Golden Gate Award
NIFFF – Neuchâtel International Fantastic Film Festival: Third Kind

Credits
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Pressestimmen
«Un thriller impressionnant de tension, marquant par la couleur cuivrée de sa photographie, souvent nocturne.» Abus de ciné
«Once the fuse is fully lit and the material elevated by the introduction of dreams and superstitions, Salvation burns.» The Hollywood Reporter
«Ein eindrückliches und leider unangenehm aktuelles Zeugnis dessen, was passieren kann, wenn wir uns von Rationalität und Besonnenheit verabschieden.» Outnow, Simon Eberhard
«Alper se ne contente pas de viser la Turquie. Il inclut dans son viseur les colons et les leaders fous du monde entier.» Le Polyester
«Messerscharfe Studie des Hasses […] Einer der am besten inszenierten Filme des Berlinale-Wettbewerbs 2026.» The Spot
«A very plot-heavy story, with twists and turns happening at every corner.» Next Best Picture
«Ein Film von brennender Relevanz.» tipBerlin
«Emin Alper inszeniert in berauschend schönen Bildern eine unfassbare Geschichte, bei der man auch deshalb immer wieder tief schlucken muss, weil sich so vieles davon so unglaublich nah anfühlt.» Filmstarts
«Der von der Berlinale-Jury prämierte Film trifft genau ins Schwarze.» film-rezensionen
«A provocative allegorical powder keg.» The Hollywood Reporter






