The Breaking Ice

von Anthony Chen, China, 2023

Im winterlichen Yanji treffen der StĂ€dter Haofeng, die Reiseleiterin Nana und der im Familienbetrieb arbeitende Xiao aufeinander. WĂ€hrend ihrer StreifzĂŒge durch Clubs und die verschneite Landschaft tauen ihre SehnsĂŒchte auf und es entsteht eine tiefe Freundschaft. Anthony Chen gelingt ein atmosphĂ€risch dichter und einfĂŒhlsamer Film vor wunderschöner Kulisse.

Gleich mit seinem ersten Langspielfilm Ilo Ilo (2013) hat Regisseur Anthony Chen von sich reden gemacht. FĂŒr das warmherzige Werk um einen kleinen Jungen und seine Nanny gewann Chen die CamĂ©ra d’Or in Cannes, die Auszeichnung fĂŒr den besten Erstling am Festival. Zehn Jahre nach diesem Erfolg kehrt er mit The Breaking Ice an die Croisette zurĂŒck. Der gebĂŒrtige Singapurer wendet sich ab von seiner tropischen Heimat und hin zum winterlich kalten Grenzgebiet zwischen China und Nordkorea.

Haofeng ist fĂŒr eine Hochzeit aus Shanghai angereist und zum ersten Mal in Yanji. Er fĂŒhlt sich verloren und hadert mit seinem Leben. ZufĂ€llig trifft er die junge Reiseleiterin Nana, die ihn sofort fasziniert. Auch sie hat sich nach Yanji abgesetzt, um vor der Vergangenheit zu flĂŒchten. Als sie Haofeng mit ihrem Freund Xiao bekannt macht, einem witzigen, aber frustrierten Restaurantangestellten, kommen sich die drei in kĂŒrzester Zeit nĂ€her. Keine:r ist grad so richtig glĂŒcklich, doch die Begegnung bringt etwas in Gang. Inmitten der herrlich verschneiten Landschaft des Changbai-Gebirges tauen ihre gefrorenen SehnsĂŒchte auf und allmĂ€hlich gelingt es ihnen, sich aus einer eisigen Welt zu befreien. Einmal mehr lenkt Chen seinen Blick auf Aussenseiter:innen und die komplexen und intimen Beziehungen, die zwischen Fremden in kĂŒrzester Zeit entstehen und das Leben prĂ€gen können. Getragen vom hervorragenden Schauspiel, einer Ă€usserst sensiblen Inszenierung und einem Hauch Nostalgie erinnert The Breaking Ice nicht zuletzt an Truffauts Jules et Jim und an den rebellischen Geist der Nouvelle Vague.

Festivals & Auszeichnungen

Festival de Cannes 2023
Un Certain Regard
Denver International Film Festival
Excellence in Directing Award
Stockholm Film Festival
Warsaw International Film Festival
Asia Pacific Screen Awards

Asian Film Festival Barcelona

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Credits

Originaltitel
The Breaking Ice
Titel
The Breaking Ice
Regie
Anthony Chen
Land
China
Jahr
2023
Drehbuch
Anthony Chen
Montage
Hoping Chen, Soo Mun Thye
Musik
Kin Leonn
Kamera
Yu Jing-Pin
Ton
Zhe Wu
KostĂŒme
Li Hua
Ausstattung
Du Luxi
Produktion
Meng Xie, Anthony Chen
Formate
DCP, Blu-ray
LĂ€nge
97 Min.
Sprache
Mandarin, Koreanisch/d/f
Schauspieler:innen
Zhou Dongyu (Zhou Luona), Liu Haoran (Li Haofeng), Qu Chuxiao (Han Xiao)

Im Kino

Airolo

27. MĂ€rz 2024
20:30
Leventina

Bern

1. MĂ€rz 2024
16:00
Rex 2
2. MĂ€rz 2024
22:30
Rex 2
3. MĂ€rz 2024
20:00
Rex 2
4. MĂ€rz 2024
14:00
Rex 1
5. MĂ€rz 2024
14:00
Rex 1
6. MĂ€rz 2024
16:00
Rex 1

Frauenfeld

1. MĂ€rz 2024
19:30
Cinema Luna 2
2. MĂ€rz 2024
19:30
Cinema Luna 2
3. MĂ€rz 2024
19:30
Cinema Luna 2

Luzern

3. MĂ€rz 2024
18:30
stattkino

Schaan

1. MĂ€rz 2024
16:00
Skino 2
4. MĂ€rz 2024
18:00
Skino 2

Wettingen

6. MĂ€rz 2024
20:00
Orient

ZĂŒrich

4. MĂ€rz 2024
18:10
Arthouse Uto
5. MĂ€rz 2024
18:10
Arthouse Uto
6. MĂ€rz 2024
18:10
Arthouse Uto

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Filmstill aus «The Breaking Ice»
Filmbesprechung

Gefrorene TrÀume

Der junge StĂ€dter Haofeng reist fĂŒr eine Hochzeit aus Shanghai ins winterliche Yanji. In der chinesischen Stadt an der Grenze zu Nordkorea lernt er die charmante Reiseleiterin Nana und deren Freund Xiao kennen. Innert kĂŒrzester Zeit kommen sich die drei nĂ€her. WĂ€hrend ihren StreifzĂŒgen durch Clubs und die verschneite Landschaft tauen ihre SehnsĂŒchte auf. Vor wunderschöner ...

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Regisseur Anthony Chen
Meet the Director: Video

Anthony Chen

Mit «Ilo Ilo» gewann der gebĂŒrtige Singapurer bereits mit seinem DebĂŒtfilm einen begehrten Preis in Cannes. Im GesprĂ€ch mit uns erzĂ€hlt er uns, weshalb er sich fĂŒr «The Breaking Ice» von seiner tropischen Heimat abwandte und sich ins winterlich kalten Grenzgebiet zwischen China und Nordkorea wagte, weshalb er sich in seinen Filmen gerne mit Aussenseiter:innen beschĂ€ftigt und ...

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Pressestimmen

«Eine Dreier-Bande Ă  part zieht an der chinesisch-koreanischen Grenze durch Clubs, Buchhandlungen und SchneewĂŒsten – eine bittersĂŒsse Beziehungsstudie ĂŒber das Spenden von Trost und das Machen von Mut.» SRF Kultur, Georges Wyrsch

«Servi par le charisme de ses jeunes comédien·nes, ce triple portrait porte une critique silencieuse du régime chinois, aussi subtile que cinglante.» Le Courrier, Mathieu Loewer

«Anthony Chens Inszenierung besticht durch ihre Ruhe und ihre emotionale Tiefe, die die Darsteller:innen im nonverbalen Schauspiel projizieren und die ein feinfĂŒhliges Drama braucht.» Filmbulletin, Yurena Rubido Chaves

«Jusqu’au bout, The Breaking Ice se rĂ©vĂšle passionnant pour ce qu’on y devine de limites imposĂ©es et de risques contrĂŽlĂ©s de la part de son auteur.» Le Temps, Norbert Creutz

«In The Breaking Ice werden zwischenmenschliche und internationale Grenzgebiete in winterlichen Landschaften voll melancholischer Schönheit ausgelotet.» Cineman, Maria Engler

«Il y a une force visuelle et des magnifiques séquences avec des détails qui peuvent avoir leur importance...» RTS La PremiÚre, Vertigo, Stéphane Gobbo

«Der Film lÀsst in einer starken visuellen Sprache Stimmungsbilder entstehen, welche die schwierige Suche junger Menschen nach ihrem Weg widerspiegeln.» PROZ, Bruno Rudolf von Rohr

«Sur un mode sensible et dĂ©senchantĂ©, The Breaking Ice se mue en chronique douce-amĂšre, presque tendre par moments. D’Anthony Chen, on connaissait ‘Ilo Ilo’, CamĂ©ra d’or cannoise en 2013, finalement trĂšs proche de ce nouveau film, qu’on conseille largement.» 24 Heures, Pascal Gavillet

«Anthony Chen beschreibt sehr sensibel und bildstark die Entwicklung von jungen Menschen, die sich zuerst fremd sind, dann aber eine gemeinsame Ebene finden und zu sich finden – in einer Gesellschaft, die erstarrt ist.» Textatur, Rolf Breiner

«Ein Liebesbrief an die jungen Menschen.» Seniorweb, Hanspeter Stalder

«Une Ɠuvre Ă©voquant Jules et Jim de Truffaut, en plus feutrĂ©e et mĂ©lancolique.» ARCinfo, Vincent Adatte

«Menschlich und auf eskapistische Weise sehnsĂŒchtig. Regisseur Chen hat sein SozialmĂ€rchen authentisch und berĂŒhrend inszeniert.» BĂ€ckstage, Patrick Holenstein

«Anthony Chen explore les frontiÚres sociales et internationales chinoises, dans des paysages hivernaux d'une beauté mélancolique.» Cineman, Maria Engler

Â«Ăœber die Suche nach Halt und Geborgenheit einer jungen chinesischen Generation.» arttv

«The Breaking Ice fait Ă©cho, par sa thĂ©matique et la dynamique entre les personnages, au film sud-corĂ©en de Lee Chang-dong, ‘Burning’» CinĂ©-Feuilles, Sabrina Schwob

«On frissonne de plaisir devant des paysages sublimes et au milieu de la neige abondante.» Daily Movies, Alain Baruh

«Nicht nur bildschönes, sondern auch unbekĂŒmmertes, vitales und jugendlich frisches Kino.» Filmnetz, Walter Gasperi

«Der Singapurer Regisseur inszenierte diesen Film vor unglaublich schöner Kulisse.» Movie-Eye, Benny Furth

«Der Filmemacher Anthony Chen aus Singapur hat lange erforscht, was es heute bedeutet, in China jung zu sein. Sein Film ist eine LiebeserklÀrung an die Generation Z im Reich der Mitte, die mehr vom Leben will, als nur zu arbeiten und sich den AutoritÀten unterzuordnen.» Zurich Film Festival

«In der eisigen Landschaft von Yanji, nahe der nordkoreanischen Grenze, zeichnet der intime Film den Weg eines Aussenseitertrios von der Befangenheit zur geistigen Befreiung nach.» The Hollywood Reporter

«Zart und spektakulÀr schön.» IndieWire

«Frostige GefĂŒhle und knisternde Spannung an der nordkoreanischen Grenze.» The Guardian

«Die Verschmelzung von Wirklichkeit und chinesischer Malerei ist beeindruckend.» Screen Daily

«Un hiver Ă  Yanji: la belle, le timide et le marrant.» L’Express