Dao ma tse - Dao ma zei

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Ein Film, der nahe am Himmel den Alltag einer Familie einfängt, von einem Regisseur, der zu den wichtigsten Vertretern der legendären fünften Generation in China gehört. «Dao ma tse» ist der Tibet-Klassiker unter den Kinofilmen. Der Nomade Norbu lebt zusammen mit seiner Frau und ihrem gemeinsamen Kind als Hirte im gebirgigen Hochland Tibets. Er gehört dort einer ethnischen Minderheit an, und ab und zu zwingen ihn die schwierigen Umstände, sich als Pferdedieb zu betätigen, um sich und seine Familie durchzubringen. Als Norbu sich einmal an Schätzen eines Tempels vergreift, wird er aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und verbannt. Im Exil verliert er seinen Sohn. Nach einem letzten Pferdediebstahl opfert er sich schliesslich zur Rettung von Frau und zweitem Kind, die an einem anderen Ort ein neues Leben beginnen sollen. Er selbst macht sich auf zum Ort der Himmlischen Bestattung, wo die als heilig geltenden Geier seinen Körper beseitigen werden, damit seine Seele in den Himmel aufsteigen kann. Tian Zhuangzhuang hat im Breitleinwandformat einen prächtigen Film über das Leben in der tibetanischen Bergwelt gestaltet, in der die Menschen tatsächlich noch ein Bestandteil der Natur sind, einer Natur, die auch rau sein kann und ihre eigenen Gesetze kennt. Während der Kulturrevolution wurde der spätere Regisseur zum Landdienst gezwungen. Nach dem Militärdienst begann er als Kameramann für didaktische Filme über die Landwirtschaft.
Walter Ruggle

Festivals & Auszeichnungen

4 ème Festival de Films de Fribourg
Prix, ex-aequo avec «Yeelen»

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Credits

Originaltitel
Dao ma tse - Dao ma zei
Titel
Dao ma tse - Dao ma zei
Regie
Peicheng Pan, Zhuangzhuang Tian
Land
China
Jahr
1985
Drehbuch
Zhang Rui
Montage
Li Jingzhong
Musik
Qu Xiaosong
Kamera
Hou Yong, Zhao Fei
Ton
Dong-zhi Hui
Kost├╝me
Xu Xiaoping
Ausstattung
Huo Jianqi
Produktion
Xi'an Film Studio
Formate
35mm
L├Ąnge
88 Min.
Sprache
Tibetanisch/d/f
Schauspieler:innen
Tshehang Rinzin (Norbu), Dan Jiji (Norbus Frau), Daiba (Grandma), Drashi (Grandpa), Gaoba (Nowre), Jamco Jayang (Tashi)

Pro Material

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Pressestimmen

Der Filmemacher Martin Scorsese nannte den «Pferdedieb» seinerzeit den besten Film des Jahrzehnts.

«Ne se préoccupant guère d'approfondir la psychologie de ses personnages, évoluant apparemment en deçà des liens qui existent avec les domaines politique et social, Tian s'intéresse en premier lieu à l'aspect humain du déchirement. Ses protagonistes sont, avant toute autre chose, porteurs d'un cri étouffé de douleur, témoins de la rigueur de la réalité humaine. Au-delà du spectacle et de la souffrance de la vie, au-delà de l'exercice et de l'amour du travail, Tian recherche - avec une lenteur systématique, sans la fureur des mystiques - la situation de l'homme.» Marco Müller

«'Der Pferdedieb' trotzte offen dem Regime, indem er sich auf ein sehr unmaoistisches Thema konzentrierte. Wir sind bei einer traditionellen Totenfeier. Der junge Sohn eines Pferdediebs ist gestorben. Tian filmt buddhistische Mönche in subtiler Zeitlupe und diese Geier, die den Leichnam verspeisen; für Abendländer eine grausige Vorstellung, aber für den Pferdedieb und seine Familie eine heilige Himmelsbestattung. Tian interessierte sich für die mystischen Traditionen seiner Figuren, Themen, die unter Mao verboten waren.» Mark Cousins

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Tian Zhuangzhuang:
«Schnelle Entwicklung ist gur, denn es ist eine Herausforderung.»